Erstellt am 08. Juni 2016, 06:55

von Bernhard Schiesser, Fritz Hauke, Bernd Dangl und Alexander Wastl

NÖ-Klubs sprechen sich für Reform aus. St. Pölten, Wr. Neustadt und Admira stimmten Profifußball-Reform zu, skeptische Töne aus Horn.

 |  NOEN, APA/Dietmar Stiplovsek

Nach dem Konkurs von Austria Salzburg, dem freiwilligen Rückzug von Grödig und der Lizenzverweigerung für Austria Klagenfurt fanden sich gerade noch 20 Vereine, die die Lizenzkriterien der Bundesliga erfüllten und in der nächsten Saison die zwei Zehnerligen füllen werden. Zeit zum Handeln, dachten sich die Vertreter der Bundesliga und brachten eine Reform auf den Weg. Vorige Woche wurde sie von den Klubs mit der nötigen Zweidrittel-Mehrheit abgesegnet. Dem Vernehmen nach sollen sich nur Mattersburg, Lustenau und Kapfenberg dagegen ausgesprochen haben. Die drei derzeitigen NÖ-Vertreter Admira, St. Pölten und Wiener Neustadt stimmten dafür. Der zukünftige, SV Horn, durfte nicht mitstimmen. Eine Meinung hat man im Waldviertel trotzdem, noch dazu eine kritische. „Das Nonplusultra ist das sicher nicht. Innerhalb eines Monats alles auf den Kopf zu stellen ist nicht richtig.“

Wiener Neustadts Präsident Hans Reinisch stand der Reform anfangs auch sehr skeptisch gegenüber. Jetzt ist er großteils zufriedengestellt: „Wir haben jetzt zwei Jahre mehr Zeit bekommen – das ist genau das, wofür ich gekämpft habe“, blickt Präsident Hans Reinisch mit Wohlwollen in die Liga-Zukunft. Und der SC-Boss hat auch viel vor: „Wir wollen uns in den nächsten Jahren so aufstellen, dass wir in dieser Zwölfer-Liga dann dabei sind.“

Dort wären jetzt schon die Admira und St. Pölten mit dabei. SKN-Boss Gottfried Tröstl befürwortet die Reform: „Die Reform war notwendig und ist gut für die Entwicklung des Profifußballs. Ich hoffe nur, die Liga kommt bis dahin mit den zwei Zehnerligen über die Runden.“ Admira-Trainer Oliver Lederer ist kein Freund der bisherigen Zehnerliga: „Entweder man spielt gegen den Abstieg oder um Europa. Das ist gerade für Ausbildungsvereine wie uns sehr schwierig.“


Die Eckpunkte

  • Umsetzung ab der Saison 2018/19

  • Erste Liga mit zwölf Profiklubs

  • Zweite Liga mit 16 halbprofessionellen Vereinen inklusive max. drei Amateurteams der Bundesligisten.

  • Die Bundesliga wird künftig nach 22 Runden in Meister- und Abstiegs-Play-off aufgeteilt (je sechs Teams). Ergibt 32 Runden.