Erstellt am 30. März 2016, 07:44

von Alexander Wastl, Fritz Hauke und Wolfgang Wallner

Sir Karl fordert Wölfe mit Biss. „Nicht in Ehrfurcht erstarren!“ St. Pöltens Trainer Daxbacher will gegen den LASK die Vorentscheidung.

Der LASK-Spezialist ist wieder da. Vier Volltreffer gelangen St. Pöltens Daniel Segovia bislang gegen die Linzer. Nun ist er nach abgesessener Sperre wieder an Bord.  |  NOEN, Wolfgang Wallner
Vier Volltreffer gegen den LASK hat Daniel Segovia schon auf dem Konto, auch das Siegestor im Herbst gelang dem Spanier. Gut, dass der TORero nach seiner Sperre wieder da ist – für das Gastspiel bei den Oberösterreichern, das dem SKN St. Pölten schon die „halbe Miete“ in Sachen Aufstieg einspielen könnte.
„Wir haben nichts zu verlieren!“ Mit diesem Satz kann und will SKN-Sportdirektor Frenkie Schinkels nichts anfangen. „Weil wir viel zu gewinnen haben gegen den LASK!“

Ähnlich sieht’s Trainer Karl Daxbacher, der vor fast genau einem Jahr bei den Oberösterreichern gefeuert wurde: „Der Druck liegt beim LASK! Für die Linzer geht’s fast schon um alles. Und so werden sie auch spielen. Wir dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren.“ Daxbacher erwartet sich einen Gegner, „der hoch anpresst und uns vor vollem Haus unter Druck setzt.“ Da sei von seinen Jungs „Einsatz und Selbstvertrauen“ gefordert.

Nur zu gerne würde „Sir Karl“ drei Zu-Null-Partien ein viertes Match ohne Gegentreffer hinzufügen. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. Nach muskulären Problemen konnte Michael Ambichl am Ostermontag wieder mittrainieren, auch der zuletzt erkrankte Tomasz Wisio ist an Bord.

Zwei Admirastützen vor dem Absprung

Bei Wiener Neustadt gab es in der Länderspiel-Woche einen weiteren Schub für’s Ego. Im Test wurde die Wiener Austria 3:2 geschlagen, über weite Strecken sogar kontrolliert. Jetzt wartet Liga-Schlusslicht FAC. „Es ist unsere Aufgabe im Trainerteam diese Partie zu einem großen Spiel zu machen“, fordert Sportchef Günter Kreissl volle Konzentration vor der Pflichtaufgabe.

In der Südstadt bereitete man sich während der Länderspielpause indes auf das nächste Duell gegen einen direkten Konkurrenten vor. Nach Sturm (1:0) geht es nach Mattersburg. „Entscheiden wird sich dort nichts, aber wir können die Tür für Platz vier wieder ein Stück weiter öffnen“, meint Trainer Oliver Lederer. Auch im Hintergrund wurde fleißig gearbeitet. Zu verlautbaren sei zwar noch nichts, mit Mittelfeldmotor Daniel Toth und Christoph Knasmüllner sei man aber „schon sehr weit“.

Zudem werden wohl auch Markus Blutsch, Dominik Starkl und Lukas Grozurek im kommenden Jahr Teil der Admira-Mannschaft sein. „Stand heute werden wir die Optionen ziehen“, lässt Lederer wissen. Anders sieht es bei Christoph Schösswendter und Stephan Zwierschitz aus. „Da herrscht Stillstand. Für mich ein Indiz, dass sich die Spieler anders entschieden haben“, so Lederer.