Erstellt am 15. März 2016, 05:09

von Wolfgang Wallner, Fritz Hauke und Alexander Wastl

St. Pölten holt „Pole Position“. Daxbacher-Elf geht als Spitzenreiter in die „englische“ Woche. Admira führt Rekordmeister vor.

»Lass dich drücken!« Admiras Lukas Grozurek freut sich mit Srdjan Spiridonovic über die 4:0-Sensation gegen Rapid.  |  NOEN, APA/H. Oczeret

Beim Jubeln brauchte Karl Daxbacher keine Jacke. „Am Schluss ist mir heiß genug geworden“, grinste der St. Pöltner Trainer. Denn Wacker Innsbruck warf im Finish alles nach vorne, freilich ohne die Wölfe ins Wanken zu bringen. Nach fast acht Monaten auf Platz eins mussten die Tiroler den Platz an der Sonne hergeben. An den SKN St. Pölten, der dank des „Goldtors“ von David Stec erstmals die Tabellenführung übernahm. „Wunderschön, aber wir lassen uns nicht verrückt machen, werden so weiterarbeiten wie bisher.“

Top-Kulisse als Zusatzmotivator

Fast 5.000 Fans trieben die Niederösterreicher zu einem 1:0-Erfolg. „Ohne den Regen hätten wir die NV-Arena vollgekriegt“, glaubt General Manager Andreas Blumauer. „Mit so einer Kulisse können die Jungs gleich ganz anders auftreten“, appelliert Sportdirektor Frenkie Schinkels, „wir brauchen auch in den nächsten Spielen den zwölften Mann. Das Team hat sich’s verdient. Jetzt ist jedem klar, dass der SKN um den Titel mehr als nur ein Wort mitreden wird.“ Die St. Pöltner haben sich klar deklariert. „Und ich hoffe, dass der Mut belohnt wird!“

Den nächsten Motivationsschub für die Wölfe gab’s aus der ÖFB-Zentrale. Matchwinner Stec und Bernd Gschweidl wurden ins U21-Nationalteam einberufen.

Nicht nach Plan lief es für die Wiener Neustädter. Gegen Kapfenberg setzte es die erste Niederlage im Frühjahr. 1:3, dabei roch es nach dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand und dem Anschlusstreffer doch noch nach einer SC-Aufholjagd. Dem setzten die „Falken“ aber ein rasches Ende. Sportchef Günter Kreissl: „Kapfenberg hat seine Chancen besser genutzt …“

Admira „wie von anderem Stern“

Die „Wundertüte Admira“ hat wieder einmal zugeschlagen – und wieder musste der SK Rapid Wien als Opfer herhalten. Nachdem die Hütteldorfer schon im Cup ausgeschaltet wurden (1:0), gab’s diesmal eine regelrechte Lehrstunde der Mödlinger.

4:0 fegte die Mannschaft des Trainerduos Ernst Baumeister und Oliver Lederer über den Rekordmeister hinweg. Kein Wunder, dass nach dem Spiel die Superlativen knapp wurden. „Wie von einem anderen Stern“, beschrieb Jahrhundert-Austrianer Baumeister die Leistung seiner Elf. Auch Torschütze Grozurek, der erstmals seit über zwei Jahren wieder in der Bundesliga traf, war sprachlos: „Das war das beste Match, seit ich bei der Admira bin.“