Erstellt am 11. Juli 2016, 14:54

Priesternationalmannschaft: EM war ein tolles Fest. Europameisterschaft zieht die österreichische Priesternationalmannschaft, das gespickt ist mit Priestern aus der Diözese St. Pölten.

Der Kremser Sportpfarrer Franz Richter und Vertreter der Elf freut sich über generell spannende Spiele und über das „unkomplizierte und fröhliche Miteinander der Fans“ - von Ausnahmen abgesehen.

Das Niveau habe sich angeglichen, „die Kleinen können heute schon die Großen schlagen“, analysiert Richter. Er selbst sei mit seinem Tipp vor der EM der Realität schon recht nahe gekommen - der Priester meinte, Frankreich gewinnt. Bei der Vorab-Umfrage sah übrigens kein Mitglied des Priesterteams Portugal vorne. Aber auch das Abschneiden der österreichischen Priester-Elf wurde zu optimistisch gesehen: Alle Priester tippten auf ein Weiterkommen Österreichs ins Achtelfinale, manche sahen Österreich sogar im Finale.

Sportethischer Aspekt wichtig

Wichtig ist Richter der sportethische Aspekt. Ihm ist noch ein Wort des früheren Papstes Johannes Paul II. in Erinnerung, der einst zur Meisterelf von AS Roma sagte: „Ihr seid Meister auf dem Spielplatz, versucht auch, Meister des Lebens zu werden.“ Für den Kremser Sportpfarrer, der viele kirchensportliche Funktionen hat – etwa Geistlicher Assistent der Diözesansportgemeinschaft oder Kapitän der niederösterreichischen Priester-Elf „Hochwürden & Co.“ - zeigen sich „faszinierende Querverbindungen von Kirche und Sport“.

Denn wichtige Werte seien: Respekt vor den Leistungen der anderen, Verlieren können und nicht abzuheben in der Stunde des Sieges. Richter freut sich jedenfalls schon auf die nächsten Weltmeisterschaften und Europameisterschaften – übrigens auch auf die der Priester. Denn im nächsten Frühjahr gibt es wieder eine EM der Priester, wobei der Ort noch nicht fix feststeht, wahrscheinlich wird es aber Kroatien.

Übrigens: Bei der Priester-Europameisterschaft 2016 in der Slowakei erreichte Österreich Platz 10 ...