Erstellt am 21. Juni 2016, 05:20

von Wolfgang Wallner

Für Schrott wird es eng. NÖ-Sprintaushängeschild Beate Schrott bangt ums Ticket für Rio. Auch Beachvolleyball-Ass Steffi Schwaiger ist noch nicht qualifiziert.

Viele Hürden bauen sich auf am Weg nach Rio. St. Pöltens Beate Schrott läuft den eigenen Ansprüchen und der Bestätigung des Olympia-Limits weiter hinterher.  |  NOEN, APA/EPA/ Srdjan Suki

Kanutin Corinna Kuhnle hat den NÖ-Stars Beate Schrott und Steffi Schwaiger etwas voraus. Nämlich die Quali für Olympia. Während die zweifache Weltmeisterin schon für Rio de Janeiro packt, geht das Zittern für die beiden Routiniers weiter.

„Ich muss geduldig bleiben“, wiederholt Hürdensprinterin Beate Schrott. Nach ihrer Verletzungspause sei sie „eine sehr hohe Trainingsintensität gefahren, die muss ich erst verkraften.“ Der Olympia-Norm (13,30 Sekunden) ist die St. Pöltnerin heuer noch nicht nahe gekommen. Weder zuhause beim Liese-Prokop-Memorial noch in Genf (13,83 bei „denkbar widrigen Bedingungen“), noch am vergangenen Dienstag in Luzern. 25 Hundertstel fehlten ihr in der Schweiz.

Muss 13,30 Sekunden „liefern“

„Jeder Wettkampf tut mir gut, ich darf mich nicht unter Druck setzen“, hält die 28-Jährige den Ball flach. Ein Antreten Schrotts bei der EM im Juli in Amsterdam wäre auch ohne aktuelles Limit möglich, da sie die Zeit aus dem Vorjahr stehen hat. Für die Rio-Teilnahme muss die Niederösterreicherin aber heuer noch 13,30 Sekunden „liefern“.

Für Stefanie Schwaiger und ihre Partnerin Barbara Hansel liegt der „Fokus voll auf dem Continental Cup“. Beim Finale in Stavanger könnte sich die Niederösterreicherin, die 2012 mit ihrer Schwester Doris noch als Olympia-Fünfte für Furore gesorgt hatte, noch das Ticket für Rio lösen. Über die Weltrangliste haben die Beach-Girls wohl keine Chance. Letzte Ausfahrt Stavanger – „wir müssen das Turnier gewinnen, dann sind wir dabei“, kennt Schwaiger die Marschroute. Dafür müssen die Niederösterreicherinnen erst einmal das Vorrunden-Aus bei der EM verdauen: „Die Enttäuschung war schon groß.“

Hoffnungen auf Olympia macht sich auch der Gerasdorfer Andreas Vojta über die 1.500 Meter. „Das EM-Limit gleich beim ersten Rennen abzuhaken war ein wichtiger Schritt“, sagt Vojta, „mit jedem Rennen kommt mehr Tempohärte. Rio ist in Reichweite.“