Erstellt am 17. August 2016, 06:59

von Wolfgang Wallner

Dadic: „Schmerzen wie noch nie“. Nach EM-Bronze zeigt sich Siebenkämpferin über Rang 21 in Rio enttäuscht.

Im Kugelstoßen kam Siebenkämpferin Ivona Dadic (Union St. Pölten) auf 13,43. Im Gesamtklassement wurde sie 22.  |  NOEN, AFP/Johannes Eisele

Ein Top-Ten-Platz wäre möglich gewesen für Siebenkämpferin Ivona Dadic. Nach einem Wettkampf, mit dem die Neo-St. Pöltnerin „überhaupt nicht zufrieden“ war, landete sie in Rio auf Rang 21. „Ich bin müde, mir tut der ganze Körper weh wie noch nie bei einem Siebenkampf.“

Wildwasserkanutin Corinna Kuhnle aus Höflein verpasste als Schnellste des Semifinallaufs schließlich das Stockerl. Platz fünf im Finale ist aber ein Ansporn für die 29-Jährige: „Ich hänge das Paddel nicht an den Nagel, setze mir jetzt die Spiele in Tokio 2020 als nächstes Ziel.“ Die Niederösterreicherin weiß: „Das wird keine g’mahte Wies’n.“

Ob Olympia 2020 ein Thema ist, lassen die NÖ-Beachasse Clemens Doppler und Alexander Horst nach dem bitteren Aus in der ersten K.o.-Runde noch offen. „Das ist noch zu früh. Wir haben vier Jahre alles gegeben, jetzt fühlt man sich natürlich leer“, gesteht Doppler.
Ohne die erhoffte Finalteilnahme gingen die Spiele für den Rabensteiner Sportschützen Alexander Schmirl zu Ende.

„Sport ist und bleibt ein Lernprozess. Es wird nicht mein letzter Wettkampf gewesen sein.“

Kanutin Corinna Kuhnle aus Höflein, Olympia-Fünfte

Beim Dreistellungsmatch am Sonntag landete der 26-Jährige auf Platz 17: „Das war guter Standard, aber leider zu wenig“, kommentiert Schmirl, dem mit 1.170 Ringen nur vier Ringe aufs Finale fehlten, seine Leistung. Mit dem Luftgewehr (Rang 15) lieferte der Pielachtaler das beste Resultat der rot-weiß-roten Herren.

Der gebürtige St. Pöltner Sebastian Kuntschik (27, Wurftaubenschießen) beendete seine ersten Olympischen Spiele auf Rang 25 im Skeet-Bewerb.
Nur mehr die NÖ-Leichtathleten können die Kastanien aus dem Feuer holen. Die Kaumbergerin Jennifer Wenth (1.500 Meter), St. Pöltens Beate Schrott (100 Meter Hürden) und der Purgstaller Zehnkämpfer Dominik Distelberger waren nach Redaktionsschluss im Einsatz.