Erstellt am 09. August 2016, 05:29

von Wolfgang Wallner

Das Prinzip Hoffnung. Clemens Doppler/Alexander Horst verzeichnen Fehlstart ins Beachturnier. Schwimmer Auböck: K. o. im Vorlauf.

Alexander Horst (l.) und Clemens Doppler in ihrer Auftaktpartie gegen Italien.  |  NOEN, AFP/Yasuyoshi Chiba

Trotz des Fehlstarts im olympischen Beachvolleyballturnier regiert bei den NÖ-Assen Clemens Doppler/Alexander Horst das Prinzip Hoffnung. Gegen die Italiener Ranghieri/Carambula blieben die beiden Routiniers bei ihrer glatten Zwei-Satz-Niederlage vieles schuldig. „Das Match war wichtig, aber nicht das Wichtigste“, weiß Doppler und verweist auf das Duell mit der kanadischen Paarung am Donnerstagmorgen mitteleuropäischer Zeit. Ein Sieg gegen Josh Binstock/Samuel Schachter würde reichen, um weiter im Turnier zu bleiben.

Bei den Schwimmern war Felix Auböck bereits zweimal im Einsatz. Über 200 Meter Kraul reichte dem Bad Vöslauer selbst ein neuer österreichischer Rekord nicht zum Überstehen des Vorlaufs. Auböck schraubte die Bestmarke um 36 Hundertstel auf 1:47,24 Minuten nach unten. Knapp zwei Zehntel fehlten zum Weiterkommen. Auböck wurde 18.

Ganz oder gar nichts

Über 400 Meter Kraul blieb der Niederösterreicher, der künftig in den USA trainiert, zweieinhalb Sekunden über seinem Rekord aus dem EM-Finale. Mit einer Zeit von 3:49,35 Minuten fehlten dem Gesamt-25. knapp vier Sekunden aufs erträumte Finale. „Ich bin den Vorlauf sehr schnell angegangen, das hat sich hinten heraus gerächt“, analysiert der 19-Jährige. „Entweder ganz oder gar nichts. Ich wollte meine Chance wahren.“

Für Florett-Fechter René Pranz war in Runde eins Endstation. Der Musketier mit Mödlinger Wurzeln unterlag am Sonntagabend dem Brasilianer Guilherme Toldo mit 14:15. „Mit dem habe ich nicht gerechnet, ich stehe gerade ein bisserl neben mir“, zeigte sich der 30-Jährige fassungslos. „Ich habe sehr spät und schlecht reingefunden, das war nicht mein bestes Fechten!“

Bitter, denn sein Vater war extra zum Daumendrücken nach Rio gereist. „Es tut weh, dass ich nicht zeigen konnte, was ich kann.“