Erstellt am 24. November 2015, 05:13

von Bernhard Schiesser

Zwei im Weltcup. Kräftiges Lebenszeichen vom NÖ Skiverband. Katharina Gallhuber und Marc Digruber hoffen auf Weltcupeinsätze.

Seit einer Woche trainiert Katharina Gallhuber bei besten Bedingungen in Vail: »Alleine dafür bin ich sehr dankbar. Bei uns gab es ja bislang kaum Schnee.«  |  NOEN, GEPA/Wolfgang Grebien
Katharina Gallhuber hat die Feuertaufe bereits hinter sich. Die 18-jährige Göstlingerin feierte beim Riesentorlauf in Sölden vor einem Monat ihr Weltcup-Debüt. Dort schied sie zwar im ersten Durchgang aus, präsentierte sich in den Wochen danach aber bei zwei Europacup-Slaloms (2. Kategorie) bärenstark. Nach jeweils einer Laufbestzeit wurde sie zweimal Fünfte. Als Belohnung trainiert sie seit einer Woche mit der Weltcupmannschaft in Vail.

Ebenfalls mit im Trainingslehrgang in den USA ist mit Katharina Huber eine weitere NÖ-Hoffnung. Für die 19-jährige aus St. Georgen/Reith (Bezirk Amstetten) dürften Weltcup-Einsätze zu früh kommen, Gallhuber darf sich aber große Hoffnungen machen, bei den zwei Slaloms bzw. beim Riesentorlauf am kommenden Wochenende starten zu dürfen. „Das wäre ein Traum. Ich gebe im Training jedenfalls Gas, alles andere entscheiden ohnehin die Trainer“, ist das NÖ-Skitalent fokussiert.

Digruber rechnet mit guter Startnummer

Im Vergleich zu Gallhuber ist Marc Digruber ein alter „Schneehase“. Der Mitterbacher Slalomspezialist hat einige Weltcuprennen auf dem Buckel. Den Durchbruch auf der großen Bühne schaffte er aber nie. Das soll sich ändern. Der 27-Jährige sammelte in der vorigen Saison auf Europacup-Ebene viele Ranglistenpunkte.

Damit winkt beim ersten Saisonslalom am 13. Dezember in Val d’Isere eine gute Startnummer: „Im Vorjahr bin ich mit Nummer 70 über die Piste gerumpelt, heuer könnte sich eine Nummer um die 30 ausgehen. Da kann man natürlich anders attackieren.“ Digruber setzt sich hohe Ziele: „Ich will regelmäßig in die Top 15 fahren. Ich habe das Zeug dazu.“