Erstellt am 19. April 2016, 08:14

von Wolfgang Wallner und Fritz Hauke

Anstimmen der Zukunftsmusik. Lizenz als heißes Thema in Wiener Neustadt und St. Pölten – plus ein verlockendes Angebot …

SC-Sportchef Günter Kreissl wird von Sturm Graz umworben.  |  NOEN, Fritz Hauke

Alles auf Schiene beim SKN St. Pölten. Nicht nur sportlich nach dem 1:0-Arbeitssieg in Salzburg und den „Ausrutschern“ der Verfolger Innsbruck und Salzburg. Auch in Sachen Lizenz sieht General Manager Andreas Blumauer den Spitzenreiter der Sky Go Ersten Liga auf der sicheren Seite.

„Wenn wir die Lizenz nicht kriegen, wer dann?“ Bis Freitag müssen die St. Pöltner nachbessern, einen Etat für den Fall des Bundesliga-Aufstiegs vorlegen. „Kein Problem“, versichert Blumauer, „aufgrund der Fernsehgelder ist ein solches Budget leichter zu erstellen als das für die Erste Liga.“ Rund eine Million mehr können die St. Pöltner einkalkulieren. Die auch strukturell schon bundesligareif sind. Die ab Sommer geforderte Ausgliederung des Profibetriebs in eine eigene Gesellschaft macht Blumauer keine Sorgen: „Seit gut zwei Jahren gibt’s eine SKN Wirtschaftsbetriebe GmbH.“

In diese zu 100 Prozent dem SKN gehörende Gesellschaft wird in den nächsten Monaten die Profiabteilung umgesiedelt, Amateure und Nachwuchsbetrieb bleiben direkt unter dem Vereinsdach. „Der Umbau vom Sportklub zum Sportunternehmen ist fast abgeschlossen“, sagt Blumauer. Das Tüpfelchen auf dem i wäre da noch der Einzug ins Cupfinale. Den Spielbericht zum NÖ-Semifinal-Hit bei der Admira gibt’s auf meinfussball.at .

Bei Wiener Neustadt stehen spannende Tage und Wochen an. Zum einen hat eine Nachfrage der Bundesliga für heftigen Betrieb gesorgt. „Hundert Prozent der Sponsorverträge sollen fix fertig unterschrieben sein“, machte Präsident Hannes Reinisch große Augen. „Das ist brutal“, wie der SC-Boss findet. Aber: „Wir werden unser Bestes versuchen …“

Die Zukunftsmusik für einen anderen Verantwortlichen beim SC Wiener Neustadt erklingt wohl hinter dem Semmering. Sportchef Günter Kreissl soll ganz oben auf der Wunschliste von Sturm Graz stehen. „Ja, es gibt Kontakt“, wollte Kreissl das angebliche Okay des Sturm-Vorstandes auf seine Person noch nicht näher kommentieren.