Erstellt am 26. April 2016, 07:54

von Bernhard Schiesser und Fritz Hauke

Blumauer verordnet dem SKN keine Diät. Wirtschaftlich steht St. Pölten gut da, erteilte der Generalmanager Abspeck-Gerüchten eine Abfuhr.

Andreas Blumauer sieht den SKN St. Pölten auf gesunden Beinen.  |  NOEN, Wolfgang Wallner

Wenn der LASK nicht Meister wird, gehen in Linz bald die Rollläden runter – erzählt man sich in St. Pölten. Sollte der SKN diesmal den Aufstieg nicht packen, müssen die Niederösterreicher stark abspecken – wird in Linz gemunkelt. Zumindest Letzteres kostet SKN-Generalmanager Andreas Blumauer einen Schmunzler: „Wenn wir heuer nicht Meister werden, greifen wir in der nächsten Saison noch einmal voll an!“ Nach wie vor gilt in der Landeshauptstadt aber das Prinzip: Wirtschaftlichkeit vor sportlichem Erfolg.

„Das hab’ ich auch Sportmanager Frenkie Schinkels und Trainer Karl Daxbacher klargemacht. Wir hätten nämlich im Winter noch die ein- oder andere Verstärkung an der Angel gehabt, der wir aber abgesagt haben.“ Dafür, dass der SKN auch in Zukunft auf finanziell gesunden Beinen steht, werden gerade Weichen gestellt.

Verein soll schuldenfrei werden

Die Profiabteilung ist bereits in eine GmbH ausgegliedert. Zudem geht es um die wirtschaftliche Neupositionierung des SKN, wie Blumauer ausführt: „Wir werden in Kürze ein neues Geschäftsmodell vorstellen. Vorweg so viel: Es geht darum, den Verein schuldenfrei zu machen, und es geht um finanzielle Beteiligungen, die über normales Sponsoring hinausgehen.“ Für diese Pläne hat der SKN vor wenigen Tagen bereits einen internationalen Marketingpreis abgeräumt. Blumauer schmunzelt: „Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir einen Preis für etwas bekommen, was wir erst in einigen Wochen präsentieren wollten.“

Stichwort Lizenzierung: St. Pölten reichte das von der Bundesliga geforderte Budget für die Tipico Bundesliga nach. In knapp einer Woche wird mit dem Lizenzentscheid in erster Instanz gerechnet.

Wagner neuer Cheftrainer

Ein Datum, dem auch die Wiener Neustädter entgegenfiebern. Auch, wenn in der Vorwoche eine ganz andere Personalie im Vordergrund stand. Sportchef Günter Kreissl wurde offiziell bei Sturm Graz als Sportdirektor vorgestellt, sein „Co“ Rene Wagner übernimmt ab sofort als neuer Trainer. Zum Einstand gab’s für den Ex-Rapid-Torjäger eine 1:2-Niederlage gegen den LASK.