Erstellt am 03. November 2015, 07:12

von Fritz Hauke und Wolfgang Wallner

Nach Comeback will Schicker mehr. Andreas Schicker spielte zum ersten Mal seit seinem Böllerunfall 90 Minuten in einem Pflichtspiel.

Wieder im Einsatz: Andreas Schicker.  |  NOEN, Franz Baldauf

Ein weiterer Schritt auf einer langen Reise: Andreas Schicker spielte am vergangenen Freitag bei den Wiener Neustädter Amateuren in Mistelbach. 0:1 ging die Partie verloren, für Schicker war dieses Match aber schon vor dem Anpfiff ein klarer Sieg. Ein Böller-Unfall hatte ihm die linke Hand geraubt, für ihn begann dadurch ein neues Leben. Seit Sommer arbeitet Schicker als Co-Trainer beim SC Wiener Neustadt, immer mit dem Ziel, noch einmal aktiv zu werden. Ein Test mit den Amateuren, einer mit den Profis – und jetzt das erste Liga-Spiel.

Die FIFA gab am Freitagmittag nach langem Hin-und-Her grünes Licht für den Einsatz in der 2. Landesliga Ost. An der Niederlage konnte Schicker allerdings nichts ändern – seine Leistung passte. „Von der Einsatzfreude, von der Bewegung her kein Unterschied zu irgendeinem anderen Spieler“, freute sich Sportchef Günter Kreissl über das Pflichtspiel-Comeback seines Assistenz-Trainers. Schicker: „Super, dass es gleich 90 Minuten geworden sind. Ich freue mich schon auf die nächste Partie.“ Mit wie viel Feuer und Leidenschaft Schicker auch in eine Landesliga-Partie geht, weiß jetzt eine Kabinen-Tür am Mistelbacher Sportplatz besser. „Ein Kratzer, nichts Schlimmes. Für den Schaden komme ich natürlich selbst auf. Ich habe mich dafür auch gleich entschuldigt.“

St. Pölten im Cup weiter souverän

Klar und deutlich hat sich der SKN St. Pölten im Cup bei Ostligist Stadlau durchgesetzt. Manuel Hartl schnürte beim 4:0-Erfolg einen Doppelpack – die Wölfe stehen im Viertelfinale. „Jetzt wünschen wir uns einen von den großen Vier zuhause“, hofft Sportdirektor Frenkie Schinkels im Viertelfinale auf Rapid, Austria, Salzburg oder Sturm Graz.