Erstellt am 10. November 2015, 06:22

von Bernhard Schiesser und Fritz Hauke

Nach Derby gab es keinen Verlierer. St. Pölten bestätigt mit dem 3:2-Derbysieg die Titelambitionen. Wr. Neustadt freut sich auf ein Stadion.

SKN-Kapitän Tomasz Wisio jubelte gemeinsam mit Manuel Hartl über Tor und Derbysieg.  |  NOEN, Mathias Schranz

Wochenlang versuchte SKN-Trainer Karl Daxbacher, auf den Titelkampf angesprochen, den Ball flach zu halten. Verbal in den Himmel pfefferte der zurückhaltende „Sir Karl“ die Kugel auch nach dem hart erkämpften Sieg in Wiener Neustadt nicht. Dass er den Titelkampf angenommen hat, steht aber fest. „Innsbruck und der LASK haben uns mit ihren Siegen unter Druck gesetzt. Wie meine Mannschaft damit umgegangen ist, hat mich sehr gefreut“, krallt sich Daxbacher den Fehdehandschuh.

Nach der Länderspielpause haben die St. Pöltner mit den zwei Heimspielen gegen FAC und Austria Salzburg Pflichtsiege vor der Brust. Alles deutet also darauf hin, dass der SKN auch im Frühjahr voll im Titelrennen mitmischen wird. Im ÖFB-Cup mischt der SKN auf alle Fälle mit. Im Viertelfinale geht es am 9. oder 10. Februar auswärts gegen Mattersburg. Der Brasilianer Jefferson wird da nicht mehr im SKN-Kader stehen. Der Linksaußen rief nie sein Potenzial ab und wird abgegeben.

So tief der Stachel der 2:3-Derbypleite bei den Wiener Neustädtern auch saß, abseits des Platzes gab es trotzdem Grund zum Jubeln. Die Bekräftigung von Bürgermeister Klaus Schneeberger, „wenn der SC in der Ersten Liga bleibt, kommt ein neues Stadion“ sorgt für Hochstimmung bei den Fans.

Signal Richtung Stadionneubau

Auch Neustadt-Vorstand Ralph Spritzendorfer meint dazu: „Jedes Bekenntnis zur Verbesserung der Infrastruktur ist zu begrüßen.“ Am Platz liegt der SC auf Kurs „Klassenerhalt“, beim Thema Lizenz ist die Führungsriege dabei, ihre Hausaufgaben zu erledigen. Dabei stellt sich auch Schneeberger zur Verfügung. Bei Sponsorengesprächen bietet er seine Unterstützung an.