Erstellt am 13. Oktober 2015, 06:07

von Fritz Hauke und Wolfgang Wallner

Schicker feiert im Test Comeback. Fast ein Jahr nach dem Verlust seiner Hand streifte Andreas Schicker die Wiener Neustadt-Dress über.

Wieder da. Andreas Schicker bekam gegen Grödig einen Kurz-Einsatz.  |  NOEN, SCWN
0:4 in einem Freundschaftsspiel gegen Bundesligist Grödig – doch davon sprach beim SC Wiener Neustadt niemand. Der Mann im Fokus heißt Andreas Schicker. Knapp ein Jahr ist her, im November 2014 war es, dass der damalige Horn-Profi bei einem Böller-Unfall seine Hand verlor.

Im Sommer heuerte er bei seinem Ex-Verein Wiener Neustadt als Co-Trainer an, mit dem mittelfristigen Ziel, wieder Profi-Fußball zu spielen. Seit mehreren Wochen trainiert Schicker vereinzelt bei den Profis und bei den Amateuren mit. Das Match gegen Grödig war ein weiterer Schritt zurück zum normalen Fußballer-Alltag. „Ich hatte gleich ein paar gute Zweikämpfe, bin gleich in die Partie gekommen“, zieht Schicker zufrieden Bilanz. „Ein solides Comeback“, schmunzelt der Defensiv-Experte, der sich für seine Leistung auch Lob von Grödig-Trainer Peter Schöttel holte – sie kennen sich aus gemeinsamen Wiener Neustädter Tagen.

Gerade rechtzeitig vor dem Schlager am Freitag bei Wacker Innsbruck hat sich St. Pöltens Sommerschnäppchen Daniel Beichler fit gemeldet.

Der ehemalige Nationalteamkicker spielte beim Test in Wieselburg (2:0) durch. Und hinterließ einen „guten Eindruck“ bei Trainer Karl Daxbacher. Routinier Tomasz Wisio dürfte für den Fight am Tivoli ebenfalls bereitstehen. Und erweitert die Optionen in der Abwehr. Links in der Viererkette wurde zuletzt der vereinslose Ungar Daniel Svab (25, früher u. a. bei Ferencvaros und Energie Cottbus) getestet. Verpflichtet wird er wohl nicht. „Er wäre der dritte Legionär“, sagt „Sir Karl“, der allerdings weiterhin auf einen Ersatz für den langzeitverletzten Marcel Holzmann (Kreuzbandriss) hofft. „Wir halten die Augen offen“, setzt Sportdirektor Frenkie Schinkels auf Kaderveränderungen im Winter. „Wir werden genau analysieren, wer entsprochen hat und wer nicht.“