Lackenhof

Erstellt am 04. Januar 2018, 12:41

von APA Red

Dorfmeister und Buder "schaukeln" Lackenhof-Event. Mit Andreas Buder und Michaela Dorfmeister sind zwei ehemalige ÖSV-Skistars federführend an der Organisation des ersten Snowboard-Weltcups in Lackenhof beteiligt.

Michaela Dorfmeister  |  NOEN, zVg

Buder ist Geschäftsführer der Ötscherlifte-Gesellschaft, Doppel-Olympiasiegerin Dorfmeister Organisations-Chefin. Die Vizepräsidentin des NÖ-Skiverbandes rechnet am Freitag und am Samstag mit zumindest 1.000 Zuschauern täglich.

Dorfmeister ist OK-Chefin

"Momentan habe ich so viel im Kopf, dass ich nicht wüsste, wo ich anfangen sollte", sagte Dorfmeister am Vortag der Rennen während des Aufbaus des Zielgeländes. Die Niederösterreicherin ist als OK-Chefin praktisch für alles zuständig.

"Selbst für die WC-Schilder", berichtete sie schmunzelnd. "Aber meine größte Sorge ist, dass die Piste passt", kann die Ex-Athletin angesichts mehrerer Regentage mittlerweile durchatmen. "Die Strecke schaut nun gut aus. Am Ende sollte ja immer der Sport im Vordergrund stehen."

80 freiwillige Helfer

Dorfmeister hat unzählige Weltcup-Events und Titelkämpfe als Sportlerin miterlebt. "Da interessiert dich natürlich nicht, warum welche Bagger und Pistengeräte im Hintergrund herumfahren." 80 freiwillige Helfer hat der lokale Skiclub für den ersten Snowboard-Weltcup am Ötscher aufgeboten. Das OK-Team besteht aus knapp zehn Personen und arbeitet seit rund einem dreiviertel Jahr an der Organisation.

Platz als Herausfordrung

Haupt-Herausforderung ist der fehlende Platz. Alleine die Weltcup-Teams brauchen viel Parkfläche und der größte Parkplatz am Ende der Distelpiste ist zum Zielraum geworden. Shuttle-Busse sollen die Zuschauer deshalb ab der Kreuzung Langau zu den Rennen bringen, wenn der Talschluss voll ist. Der normale Skibetrieb geht in der Ferienwoche ja weiter.

"Fehler sind menschlich. Auch wir werden nicht gleich alles perfekt machen", ist Dorfmeister deshalb bewusst. "So vieles muss am Renntag passen. Es passieren aber so viele Dinge, an die man im Vornherein gar nicht denkt", hat sie gelernt.

Sie hoffe deshalb, dass bei freiem Eintritt zumindest tausend Zuschauer täglich die "besten Snowboarder der Welt" sehen möchten. "Wir bemühen uns sehr, vor allem für die Sportler einen guten Event aufzuziehen. Die Sicht auf den Rennhang ist wie auf die Planai in Schladming, es wird also attraktiv. "

Der Weltcup 2018 ist auch für Lackenhof so etwas wie ein Testlauf. "Beim ersten Mal kommt sehr viel auf einen zu", sagte Dorfmeister. "Wenn wir das in zwei Jahren wieder machen würden, würde vieles anders laufen und nicht alles auf wenigen Schultern lasten. Schlafen tu ich nämlich im Moment nicht sehr gut."