Erstellt am 20. Februar 2016, 06:19

Thiem fegte Ferrer vom Court. Der 22-jährige Niederösterreicher stürmte am Freitag (Ortszeit) in Rio de Janeiro in unwiderstehlicher Manier in sein erstes Halbfinale bei einem ATP-500-Turnier

 |  NOEN, APA (AFP)

Thiem ließ der Nummer sechs der Welt, Sandplatz-Spezialist David Ferrer, keine Chance und fertigte den Wien-Sieger in nur 73 Minuten 6:3,6:2 ab. 

Mit den nun errungenen 180 Punkten schiebt sich Thiem unabhängig vom weiteren Verlauf am Olympia-Schauplatz Rio ab Montag erstmals in die Top 15. Der Schützling von Günter Bresnik hatte schon vergangene Woche einen Sensationslauf in Buenos Aires hingelegt und dabei u.a. seinen ersten Sieg über einen Top-Ten-Spieler gefeiert. Nach Abwehr eines Matchballs hatte Thiem Topstar Rafael Nadal im Halbfinale 6:4,4:6,7:6(4) niedergerungen und holte in der Folge seinen vierten Titel auf der ATP-Tour.

Lauf in Rio fortgesetzt

Der noch auf Platz 19 liegende, aktuelle jüngste Spieler in den Top 20 setzte seinen Lauf nun auch in Rio fort und hält nun schon bei acht Siegen in Folge. Thiem steht damit nach Brisbane, wo er erst im Halbfinale an Roger Federer gescheitert war, und eben Buenos Aires bereits in seinem dritten ATP-Tour-Halbfinale im noch jungen Jahr 2016.

Ein Jahr, das zu seinem endgültigen Durchbruch in die absolute Weltspitze führen könnte. Hält Thiem körperlich nach den Strapazen der vergangenen fast zwei Wochen auch am Samstag durch, dann ist ihm sein bereits sechstes Endspiel auf der Tour wohl kaum zu nehmen.

Favorit im Halbfinale

Denn im ersten Kräftemessen mit dem Weltranglisten-71. Guido Pella (ARG) ist der Lichtenwörther am Samstag (nicht vor 22.00 Uhr MEZ) aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen freilich haushoher Favorit. Nimmt Thiem auch diese Hürde, dann winkt ihm im Endspiel schon sein viertes Duell mit einem Top-Ten-Spieler in diesem Jahr - es käme möglicherweise zur "Revanche" mit Nadal. Der Spanier hatte am verregneten Freitag leichtes Spiel - nämlich gar keines. Sein Viertelfinalgegner Alexander Dolgopolow (UKR) konnte nicht antreten, Nadal kam kampflos weiter.