Erstellt am 06. Januar 2016, 06:54

von APA/Red

Thiem und Paszek in Brisbane und Auckland weiter. Dominic Thiem darf sich über den Einzug ins Viertelfinale in Brisbane freuen. Dem 22-jährigen Niederösterreicher gelang am Mittwoch ein überlegener Sieg über den US-Amerikaner Denis Kudla.

 |  NOEN, APA (AFP)

Für Dominic Thiem und Tamira Paszek läuft es zum Saisonauftakt weiter nach Maß. Der Tennis-Weltranglisten-20. zog am Mittwoch mit einem klaren 6:3,6:2-Erfolg gegen den US-Amerikaner Denis Kudla ins Viertelfinale des ATP-Turniers von Brisbane ein, in dem er sich mit Marin Cilic misst. Paszek steht nach einem 6:2,6:3-Sieg gegen die Russin Swetlana Kusnezowa in Auckland in der Runde der letzten acht.

Im Gegensatz zum Erstrundensieg gegen den Australier James Duckworth hatte Thiem mit Kudla wenig Mühe. Im ersten Satz gab ein Break zum 4:2 nach einer 40:0-Führung des Ranglistenden-69. aus den USA den Ausschlag. Im zweiten Durchgang legte Thiem mit Breaks zum 3:2 und 5:2 den Grundstein für den Sieg, der schon nach 56 Minuten fixiert war. Gegen Duckworth hatte der 22-jährige ÖTV-Spieler am Dienstag beim 3:6,6:4,6:3-Sieg noch fast eine Stunde länger auf dem Platz stehen müssen.

Ausschlaggebend war die gute Aufschlagleistung. Thiem ließ keinen einzigen Breakball zu, servierte sieben Asse und gewann 28 von 33 Punkten bei seinem ersten Aufschlag. So war der Sieg im ersten Duell mit dem 23-jährigen Kudla nie in Gefahr. "Super Match, ich habe gut serviert und noch besser als gestern retourniert. Die Partie war generell eine solide Leistung von mir", war Thiem vollauf zufrieden.

Bei seinem dritten Auftritt in der Pat Rafter Arena am Freitag wartet nun mit Cilic eine deutlich höhere Hürde. Gegen den kroatischen Ranglisten-13. kommt es für Thiem zum nächsten Premierenduell. Der 27-Jährige hat Thiem mit 14 Turniersiegen, darunter die US Open 2014, einiges voraus. Der als Nummer drei gesetzte Cilic musste im Achtelfinale aber härter kämpfen, besiegte den Südkoreaner Hyeon Chung in 1:46 Stunden 7:5,7:6(3).

Sollte Thiem die nächste Hürde im 461.330-Dollar-Turnier meistern, würden sich die bisher gesammelten 45 ATP-Punkte und das Preisgeld von 11.705 Dollar quasi verdoppeln. Eine Verbesserung im Ranking gleich zum Saisonstart wäre möglich, liegen doch der Franzose Benoit Paire (1.633), der Australier Bernard Tomic (1.675) und der Spanier Feliciano Lopez (1.690) absolut in Reichweite von Thiem, der die Top 20 mit 1.600 Punkten beschließt.

Diese angepeilte Steigerung im Ranking hat Paszek schon sicher. Sie wird nächste Woche immerhin wieder unter den Top 150 aufscheinen. Doch nach dem klaren Erfolg gegen die als Nummer vier gesetzte Kusnezowa scheint für die Vorarlbergerin in Auckland noch viel mehr möglich. Von den Gesetzten sind nur noch Caroline Wozniacki (DEN-3) und Sloane Stephens (USA-5) im Rennen um den Sieg im 250.000-Dollar-Turnier. Die beiden sind aber in der unteren Tableauhälfte, Paszek könnte auf sie also erst im Finale treffen.

Gegen Kusnezowa stand Österreichs Topspielerin nur halb so lang wie im Erstrundenkrimi gegen die Italienerin Francesca Schiavone auf dem Court. Paszek wehrte elf von zwölf Breakchancen ab und nützte selbst gleich vier ihrer neun Möglichkeiten. Es war der erste Erfolg gegen die ehemalige Ranglistenzweite und aktuelle Nummer 25 der Welt im dritten Aufeinandertreffen.

Paszek steht zum ersten Mal seit September 2012 (Seoul) in einem WTA-Viertelfinale. Noch besser abgeschnitten hatte die 25-jährige Dornbirnerin zuletzt im Juni 2012 bei ihrem bisher letzten Turniersieg in Eastbourne. Viertelfinalgegnerin noch in der Nacht auf Donnerstag (00.15 Uhr MEZ) ist mit der Belgierin Kirsten Flipkens ebenfalls eine Qualifikantin. Für beide geht es darum, ihre bereits geholten 78 Punkte (18 davon für die erfolgreiche Qualifikation) auf 128 Zähler zu vergrößern.

Die 29-jährige Flipkens, in der Rangliste auf Position 85, hat die noch Weltranglisten-172. Paszek 2014 in Wimbledon in drei Sätzen besiegt. Auf die Aufsteigerin wartet im Halbfinale entweder die Deutsche Julia Görges oder die Japanerin Nao Hibino. In der unteren Hälfte ist mit der Britin Naomi Broady auch noch eine dritte Qualifikantin im Rennen.