Mattersburg

Erstellt am 31. Juli 2016, 18:37

von Bernhard Fenz

Bitterer Doppelschlag entschied. Der SV Mattersburg verlor nach dem 0:1 gegen die Admira auch das zweite Spiel der neuen Saison. Dabei verkauften sich die Burgenländer auswärts bei der Austria lange teuer und führten auch, Tore in der 64. und in der 67. Minute sollten das Match aber zugunsten der Violetten noch drehen. Das 3:1 war nur noch Draufgabe.

AUSTRIA – MATTERSBURG 3:1.

Speziell die erste Halbzeit war seitens des SV Mattersburg absolut in Ordnung. Die Burgenländer traten einerseits sehr kompakt auf, andererseits konnte sich die optisch natürlich überlegene Wiener Austria (die personell im Vergleich zur Europa-League-Qualifikation am Donnerstag stark verändert am Platz stand) vorne nicht entscheidend durchsetzen. So etwa nutzte Kevin Friesenbichler gleich zu Beginn der Partie einen Schnitzer von Nedeljko Malic nicht aus, um ein Beispiel zu nennen.

Und je länger das Spiel dauerte, desto frecher wurden auch die Gegenstöße der Grün-Weißen, die in Minute 28 schließlich belohnt wurden. Alois Höller setzte sich auf der Seite durch und flankte in die Mitte, wo Patrick Bürger seine Kopfballstärke eindrucksvoll unter Beweis stellte und Goalie Robert Almer keine Chance ließ – 0:1. Kurz vor der Pause hatte Thorsten Röcher sogar das 0:2 am Fuß, er scheiterte aber mit einem Drehschuss aus kurzer Distanz.   

 

Ein Elfer leitete die Wende ein

Auch nach Wiederbeginn hatte die Mannschaft von Trainer Ivo Vastic die Veilchen vorerst im Griff, zumindest was das Vermeiden zwingender Chancen betraf. Innerhalb von nur vier Minuten drehte sich die Partie dann aber doch noch zugunsten der Violetten. Den Anfang machte eine Aktion des eingewechselten Lucas Venuto. Dieser entschied sich im Strafraum für einen Haken nach innen – und Alois Höller brachte ihn zu Fall. Venuto verwertete den verhängten Elfmeter gleich selbst, schickte Tormann Markus Kuster ins falsche Eck und schloss zum 1:1 ab. Nur vier Minuten später war es wieder Venuto, der einen Ball von der Strafraumgrenze aus zur Mitte brachte. Kuster wehrte kurz ab, und Ismael Tajouri schoss den Abpraller trocken ins lange Eck zur Austria-Führung.

Die Gäste aus dem Burgenland konnten in der Folge nicht mehr entscheidend nachsetzen. Ein Kopfball von Markus Pink nach Flanke von Seidl ging über das Tor, danach bediente Jano abermals Pink mit einem Freistoß, die Nummer 32 konnte den Volley aus aussichtsreicher Position aber nicht aufs Tor bringen. Sekunden später verlängerte Nedeljko Malic einen Kopfball von Vitaljis Maksimenko mit der Fußspitze, doch Almer war aufmerksam.  

Als die Grün-Weißen in der Nachspielzeit schließlich alles nach vorne warfen (und auch Kuster mit dabei war), gelang den Wienern die endgültige Entscheidung. Venuto freute sich über einen langen Ball in den Lauf, rannte aufs leere Tor zu und drückte den Ball zum 3:1 über die Linie. Danach war Schluss.

Weiter geht es nun am kommenden Samstag (16 Uhr), da empfangen Patrick Farkas und Co. Sturm Graz. 

Statements der Trainer

SVM-Trainer Ivo Vastic: „Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Die Mannschaft hat eine gute Leistung geboten, leider ist am Ende nichts Zählbares herausgekommen.“

Austria-Trainer Thorsten Fink: „Der SV Mattersburg hat uns an den Rand einer Niederlage gebracht. Es war heute sehr schwierig, Fuß zu fassen. Kompliment an die gesamte Mannschaft, die nach der Pause die nötige Reaktion gezeigt hat.“

 

AUSTRIA - MATTERSBURG 3:1 (0:1).- Torfolge: 0:1 (28) Bürger, 1:1 (64.) Venuto (Foulelfer), 2:1 (67.) Tajouri, 3:1 (94.) Venuto.

Gelb: Sprangler (58., Foul), Malic (77., Foul).

SR: Harkam.- Happelstadion, 4.628.

Austria: Almer; De Paula, Windbichler, Filipovic, Salamon; Vukojevic (60. Kayode), Holzhauser; Tajouri, Grünwald, Pires (60. Venuto); Friesenbichler (86. Serbest).

Mattersburg: Kuster; Höller (76. Ertlthaler), Malic, Rath, Maksimenko; Jano, Farkas, Sprangler (76. Ibser), Röcher, Seidl; Bürger (62. Pink).