Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:52

von Alexander Wastl

Katerstimmung bei Admira nach 0:8-Debakel. Gegen überragende Salzburger blieb auch der Admira-Leitspruch „Herzblut“ etwas auf der Strecke.

Bezeichnend. Die Admiraner Daniel Toth (l.) und Thomas Ebner haben das Nachsehen, Salzburgs Berisha dreht zum Jubel ab.  |  NOEN, APA/Krugfoto

Wenn Salzburg einmal ins Rollen kommt, dann hat dem kaum ein Klub in Österreich etwas entgegenzusetzen.
Das musste die Admira in ganzer Gnadenlosigkeit am eigenen Leib erfahren. 8:0 überrollten die Salzburger „Bullen“ die Südstädter. Ein Jahrhundert-Resultat, möge man meinen. Doch allzu lange ist eine vergleichbare Machtdemonstration des Meisters gar nicht her.

Erst letztes Jahr im August kam Grödig im Derby ebenfalls mit 0:8 unter die „Bullen-Hufe.“ Eine Entschuldigung soll das aber keineswegs sein. „Es ist nicht lustig, hier 8:0 zu verlieren“, so ein konsternierter Chefcoach Ernst Baumeister.

"Man sich nicht so abschießen lassen“
Kapitän Christoph Schößwendter

Dabei hielt die Admira zu Beginn gut dagegen, mit dem schnellen 0:3 nach der Pause war es aber vorbei. Salzburg spielte seine ganze (individuelle) Klasse aus, den Mozartstädtern gelang am Samstagnachmittag so ziemlich alles. „Trotzdem darf man sich hier nicht so abschießen lassen“, gab’s für Kapitän Christoph Schößwendter keine Ausreden.

„Wir haben uns selbst aufgegeben, so etwas darf und wird nicht mehr passieren“, meinte Abwehrspieler Stephan Zwierschitz. Für die Admira heißt’s nun rehabilitieren. „Wir steigen in den Bus und das Spiel ist abgehakt“, versprach Schößwendter.