Erstellt am 06. Oktober 2015, 07:47

von Wolfgang Wallner

"Grenzt an Wunder". Drei EM-Medaillen für Österreich! Dank der NÖ-Power von Stefan Fegerl schreibt Rot-Weiß-Rot Geschichte in Russland.

Geschafft! Stefan Fegerl (links) jubelt mit Joao Monteiro über seine zweite EM-Medaille.  |  NOEN, APA/epa/Sergei Ilnitsky

„Wir waren die Underdogs. Dass wir’s geschafft haben, grenzt an ein Wunder!“ Der Waldviertler Stefan Fegerl kann’s kaum fassen. Mit seinem portugiesischen Partner Joao Monteiro eroberte der Unterlembacher EM-Gold im Doppel. In einem dramatischen Austro-Finale feierten Fegerl/Monteiro einen 4:3-Sieg gegen Robert Gardos und Daniel Habesohn, die Kollegen beim SVS Weinviertel NÖ. „Wir hatten nichts zu verlieren“, schmunzelt der 26-Jährige nach seiner Goldenen im Doppel.

Mit drei EM-Medaillen haben die Österreicher alle Erwartungen übertroffen. Und nach dem Cordoba-Revival im Teambewerb (3:2 gegen Deutschland) noch einen draufgesetzt. „Der Wille hat entschieden“, sagt Robert Gardos, der die Austro-Equipe in Führung gebracht hatte. „Wir wollten diesen Erfolg gegen Deutschland unbedingt.“ Daniel Habesohn, Gardos und Fegerl haben mit ihrem Titel Geschichte geschrieben.

„Das war ein historischer Erfolg, beste Werbung für den NÖ-Tischtennissport“, zollt Werner Schlager seinen Nachfolgern Respekt. Der Wiener Neustädter, 2003 letzter Nicht-Chinese am Weltmeister-Thron, sieht auch seine Akademie in Schwechat als Erfolgsfaktor. Seit 2010 trainiert das Nationalteam in der Braustadt. „In der Akademie“, sagt Schlager, „kann sich jeder verbessern, egal wie gut er auch ist.“ Enorme Fortschritte sieht Schlager beim doppelten Europameister Stefan Fegerl. „Die Entwicklung bei ihm ist toll“, lobt Schlager, „mittlerweile kann er jedem Spieler auf der Welt Probleme bereiten.“