St. Pölten

Erstellt am 23. Mai 2017, 02:22

von Wolfgang Wallner

„Eisern“ am Stockerl. Lisa Hütthaler läuft beim Ironman 70.3 in St. Pölten aufs Podest. Insgesamt waren 2.400 Aktive – vom Weltklassesportler bis zum Hobbyathleten – am Start.

Jubel über NÖ-Power am Stockerl: Die Wr. Neustädterin Lisa Hütthaler holte hinter Yvonne van Vlerken und Tagessiegerin Laura Philipp Platz drei in St. Pölten. Unter den ersten Gratulanten: Sportlandesrätin Petra Bohuslav und Bürgermeister Matthias Stadler.  |  NLK/Pfeiffer

Nicht nur die Ironman-Athleten sind in Sachen Wetter „eisern“, auch die Fans: Trotz widriger Bedingungen feuerten Tausende die Aktiven beim Ironman 70.3 in St. Pölten an. Ganz vorne landete ein deutsches Duo: Nico Frommhold und Laura Philipp. Aus NÖ-Sicht „glänzte“ Lisa Hütthaler. Sie war „super happy“ mit dem dritten Platz. Umso mehr als die „bisherige Vorbereitung nach den Verletzungen mehr als bescheiden gelaufen ist.“

Einen Podestplatz haben sich allerdings auch die Organisatoren verdient. Eine Mischung aus Sturm und Regen machte den Triathlon-Klassiker in der NÖ-Metropole zur Herausforderung.

"Es ist fantastisch, ein Event wie den Ironman hier in NÖ zu haben"

„Ein großes Lob an das Organisationsteam, das Schwerstarbeit verrichten musste“, freute sich Sportlandesrätin Petra Bohuslav, dass der Ironman planmäßig stattfinden konnte. Auch weil sich das Wetter im Laufe des Tages besserte, folgten wieder Tausende Zuschauer dem Ruf dieser Ausnahmeveranstaltung. Was sie zu sehen bekamen, waren Spitzenleistungen der internationalen Triathlon-Elite und natürlich viele aufopferungsvoll kämpfende Amateursportler.

„Es ist fantastisch, ein Event wie den Ironman 70.3 hier in Niederösterreich zu haben. Neben unglaublichen sportlichen Leistungen, sowohl im Spitzen- als auch Breitensport bringt die Veranstaltung mit 25.000 Nächtigungen eine regionale Wertschöpfung von rund 2,7 Millionen Euro“, betont Bohuslav. Jährlich grüßt das Murmeltier in St. Pölten. Mit Nils Frommhold und Laura Philipp gingen zum dritten Mal in Folge beide Titel an Deutschland. Für Philipp war es die erfolgreiche Titelverteidigung. Triumphator Frommhold verwies Vorjahressieger Andreas Böcherer auf die Plätze. Den Titel als bester Österreicher sicherte sich Thomas Steger mit dem 4. Platz.

Bei den Damen konnte sich die Wr. Neustädterin Lisa Hütthaler als Dritte sogar einen Platz am Podium sichern. Die Niederösterreicherin lag lange auf „Silberkurs“. Doch Yvonne Van Vlerken startete auf dem Rad eine Aufholjagd, beim Wechsel auf die Laufstrecke lag das Duo gleich auf. Sah zunächst Hütthaler schneller aus, musste sie am Ende „The Flying Dutch“ Van Vlerken ziehen lassen. Die Niederländerin versprach: „Die zehn machen wir voll! Ich komme nächstes Jahr wieder!“ Sprach’s und meldete sich für den Ironman 2017 an.