Erstellt am 02. Mai 2016, 11:55

von Bernhard Schiesser

Wird Fuchs vor dem Fernseher Meister?. Der Traum von Christian Fuchs kann am Montagabend in Erfüllung gehen. Gewinnt Tottenham nicht bei Chelsea, dann ist der Niederösterreicher mit Leicester englischer Meister.

Christian Fuchs (l.) hatte gegen Manchester-Spieler Antonia Valencia (r.) einen harten Arbeitstag. Nach dem 1:1 in Old Trafford schaut der Pittener jetzt gebannt auf das Spiel Chelsea gegen Tottenham.  |  NOEN, AFP PHOTO / OLI SCARFF
Nur noch ein kleiner Schritt fehlt für Christian Fuchs und sein Leicester City auf den Gewinn der englischen Premier League. Die "Foxes" holten in Old Trafford ein 1:1-Unentschieden gegen Manchester United und halten derzeit bei acht Punkten Vorsprung auf den einzig verbliebenen Titelrivalen Tottenham.

Die Londoner spielen am Montag Abend im Stadtderby auswärts bei Chelsea. Und sind dort zum Siegen verdammt. Nur mit einem Dreier würde Tottenham, bei dann noch zwei ausstehenden Runde, die Titelchance am Leben halten.

Beim 1:1 in Manchester spielte Christian Fuchs als Linksverteidiger durch. Besonders in der druckvollen Anfangsphase der Gastgeber hatte der Pittener mit seinen Gegenspielern Antonio Valencia und Jesse Lingard alle Hände voll zu tun. So ließ sich Fuchs in der 8. Minute von Valencia mit einem Haken versetzen. Die Flanke des Kolumbianers verwertete Anthony Martial zur frühen Führung der Red Devils.

Doch Leicester schlug zurück. In der 17. Minute gelang Innenverteidiger Wes Morgan nach einer Standardsituation per Kopf der Ausgleich. Umso länger die Partie dauerte, umso sicherer und selbstbewusster wurde Fuchs. Nur noch selten brachten die Manchester-Angreifer rund um Superstar Wayne Rooney den Pittener in Verlegenheit. So erkämpfte sich Leicester ein 1:1-Unentschieden.

Dieser Punkt kann aber Gold wert sein, wenn Tottenham Chelsea am Montag nicht besiegen kann. Dann darf Fuchs den Titel vor dem Fernseher feiern.

Erfolg für Maierhofer und Kerschbaumer

Nationalteamkollege Marc Janko durfte am Wochenende den Meistertitel in der Schweiz zwar auch nicht am Spielfeld, aber zumindest auf der Tribüne feiern. Sein FC Basel fixierte den Titel dank eines 2:1-Sieges über Sion bereits fünf Runden vor Schluss. Janko kann aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel derzeit nicht spielen. Der Mödlinger befindet sich aber auf dem Weg der Besserung und trainiert bereits seit einigen Tagen wieder auf dem Rasen. Spätestens zum Start der EM-Vorbereitung mit der Nationalmannschaft sollte der 32-Jährige wieder voll belastbar sein.

Auch Ex-Teamspieler Stefan Maierhofer durfte sich am Wochenende über einen Titel freuen. Und der Gablitzer leistete dazu einen wichtigen Beitrag. Maierhofer erzielte nämlich im Cup-Finale gegen Slovan Bratislava den wichtigen Ausgleich zum 1:1 für seinen AS Trencin. Maierhofer & Co siegten schließlich mit 3:1 und haben nun beste Chancen auf das slowakische Double. In der Meisterschaft führt Trencin die Tabelle nämlich vier Runden vor Schluss mit sechs Punkten Vorsprung an.

Erfolgserlebnis auch für Konstantin Kerschbaumer. Der Ex-St. Pölten und Admira-Spieler stand beim 3:0-Sieg seines FC Brentford gegen Fulham über die volle Distanz auf dem Platz. Der Tullner leistete zum 2:0 den Assist. In der Tabelle der englischen Championship kletterten die Londoner damit auf Rang zehn. Kerschbaumer & Co können weder auf- noch absteigen.

Nervenaufreibendes Saisonfinale für Georg Teigl

Weit nervenaufreibender geht das Saisonfinale für Georg Teigl über die Bühne. Der Tullnerbacher saß beim 1:1 von RB Leibzig 90 Minuten lang auf der Ersatzbank. Der Direktaufstieg für die Ostdeutschen dürfte trotz des neuerlichen Punkteverlusts aber nur noch Formsache sein. Leibzig hat zwei Runden vor dem Ende fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger Nürnberg. Am Sonntag könnten Teigl & Co alles klar machen.

Dann geht es allerdings ausgerechnet gegen Erwin Hoffer und seinen Karlsruher SC. Der Badener kann am Montag Abend im Spiel gegen Sandhausen noch einmal Selbstvertrauen tanken. Der Stürmer stand zuletzt zwar wieder in der Startformation der Karlsruher, wartet aber nach wie vor auf sein erstes Tor im Frühjahr.
Eine Liga höher sammelte Markus Suttner Spielpraxis. Der Wullersdorfer wurde bei der 1:2-Niederlage des FC Ingolstadt in Hoffenheim kurz vor der Pause für den verletzten Dany da Costa eingewechselt.

Für Florian Grillitsch wird es am Montag Abend ernst. Der Grafenbacher trifft im „Abstiegs-Kracher“ mit Werder Bremen auf den VfB Stuttgart.