Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:23

von Wolfgang Wallner

Ein Fall für den Chef. Leichtathletik / St. Pöltens Erfolgscoach Philipp Unfried übernimmt Sprintgruppe, Schützling Alina Talay wird Spezialtrainerin im ÖLV. Die Union St. Pölten wird mehr und mehr zum Magneten für ambitionierte heimische Leichtatheten.

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„Mit Philipp Unfried intensiv zu arbeiten war ausschlaggebend für meinen Wechsel“, sagt etwa Siebenkämpferin Ivona Dadic. Unfried wird jetzt noch mächtiger. Aufgrund der Rochaden im Österreichischen Leichtathletikverband gewinnt Unfried einen weiteren Aufgabenbereich dazu.

Neben seiner Rolle als Cheftrainer übernimmt er auch die Leitung des Sprint- und Hürdenbereichs. Und: Sein Schützling Alina Talay wird als Projekttrainerin dem neuen Stab angehören und für die individuelle Förderung von jungen Athleten mit Potenzial verantwortlich zeichnen. Erstmals ist es dem Verband gelungen, eine aktive Weltklasseläuferin als Trainerin zu gewinnen. Auch sonst blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Nach dem Ausscheiden von ÖLV-Teamleiter wird sein Job künftig auf zwei Schultern verteilt: Der vierfache Olympiastarter Günther Weidlinger fungiert als Teamleiter Lauf und Raphael Pallitsch kümmert sich als Projekttrainer um den Lauf-Nachwuchs.

Wer wird künftig unter Unfrieds Ägide im Sprint- und Hürdenbereich arbeiten? Elisabeth Eberl löst als neue U20-/U18-Nachwuchskoordinatorin Victoria Schreibeis (bisher U18) und Sven Benning (bisher U20) ab und wird dabei auch die „Team-Rot-Weiß-Rot-Junior-Projekte“ begleiten. Der Bereich der Trainerfortbildungen wird ab sofort im Kollektiv abgedeckt, die bisher dafür verantwortliche Trainerin Elisabeth Plazotta scheidet aus dem Trainerteam aus.

Im Hinblick auf Olympia 2016 schütten ÖOC und Sportministerium eine zweckgewidmete Förderung aus. Sie macht‘s möglich, dass Ex-Mehrkämpfer Roland Schwarzl ab Jänner als Spezialtrainer (Schwerpunkt: Kondition und Reha) in der Südstadt mit den Topathleten gezielt arbeiten kann.