Erstellt am 14. September 2015, 07:10

von Claus Stumpfer

Holland holt Cup. Die Wilhelmsburger Mountainbike-Geschwister Holland sicherten sich beim Austria-Youngsters-Cup Gold und Silber. Das Finale des hochrangigsten Nachwuchs-Cross-Country-Cups in Österreichs ging am Samstag in der Bike-Arena Obertraun über die Bühne.

 |  NOEN, Claus Stumpfer

„Eine der abwechslungsreichsten und spektakulärsten XC-Kurse Europas“, schwärmt der Wilhelmsburger Michael Holland. Dabei war nicht nur der Cross-Country-Bewerb, sondern am Nachmittag zusätzlich noch ein Pumptrack-Rennen zu bewältigen. Für beide Bewerbe gab es eine eigene Wertung und so konnte man am letzten Renntag noch einmal doppelt punkten.

Holland setzte alles daran, die Cupführung zu verteidigen, obwohl ihn zuletzt eine hartnäckige Erkältung geplagt hat. „Mit fast vier Wochen Trainingspause konnte ich mir im internationalen Feld nicht allzu viel erhoffen“, kam es, wie von ihm befürchtet. Nach der Hälfte des Rennens machte sich der Trainingsrückstand bemerkbar und Holland musste sich auf den sechsten Rang durchreichen lassen — der Vorsprung im Cup schrumpfte auf zehn Punkte.

„Beim Pumptrack hieß es also alles oder nichts, aber als erster Starter hatte ich keinen Vergleich und mein Gefühl ließ zu wünschen übrig“, befürchtete er im Ziel, dass dies wohl nicht für den Titel gereicht haben dürfte. Doch Holland wurde eines Besseren belehrt. Keiner sollte mehr an seine Zeit herankommen, der Gesamtsieg in der U 17 ging an den Naturfreunde-Athleten!

„Und das, obwohl ich heuer noch zu den Jüngsten in meiner Altersklasse gehört habe“, ist Holland stolz, zumal die Saison nicht ganz optimal verlaufen war. „Jetzt muss ich meine Akkus neu aufladen“, steigt er erst wieder in die Querfeldein- und Bahnsaison im Spätherbst ein.

In der Kategorie U 15 ging Michaels Schwester Cornelia in Obertraun an den Start. Nach der Startrunde auf Platz vier, bewies sie ein weiteres Mal ihre Stärke und fuhr im Rockgarden auf Rang drei vor. Nach der Hälfte des Rennes konnte sich die Führende einen Vorsprung herausfahren und diesen bis ins Ziel halten. Conny Holland setzte sich aber gegenüber der Drittplatzierten ebenfalls ab. „Die Lücke zur Führenden wurde zwar kleiner, aber ganz zufahren konnte ich sie nicht mehr“, war Holland aber auch mit Rang zwei zufrieden. Den Pumptrack am Nachmittag konnte sie für sich entscheiden, aber auch in der Gesamtwertung blieb es letztlich bei Rang zwei.