Erstellt am 05. Oktober 2015, 23:43

von Claus Stumpfer

König als Obmann. Das Pielachtaler Radrennteam kann auf stetigen Zulauf und bereits viele Erfolge verweisen. Florian König löst Franz Grassmann ab.

Die Fahrer der Radunion Pielachtal um Neo-Obmann Florian König waren im Vorjahr extrem erfolgreich. Vor allem die Damen im Team sorgten für Furore. Aber auch als Veranstalter des 3. Fliegerhorst Grand-Prix presented bei Raiffeisen in Markersdorf wird man wieder am 9. und 10. April 2016 in Erscheinung treten.Daniel Strobl  |  NOEN, Daniel Strobl

Das Union Radrennteam Pielachtal, gegründet durch Franz Grassmann senior, geht 2016 in die 15. Radsaison. Nach dem „Relaunch“ 2012 durch Florian König, bisher Schriftführer und sportlicher Leiter, rückte dieser letzte Woche bei der Vereinssitzung nach Grassmanns Rücktritt zum Obmann auf.

„Florian hat sich ohnehin schon seit 2012 um alles gekümmert, somit war es naheliegend, dass er in absehbarer Zeit auch offiziell das Zepter in die Hand nimmt“, erklärt Grassmann, der aber auch künftig dafür sorgen will, dass das jährliche Radrennen in Schwarzenbach bestehen bleibt. „Die Form dieses Rennens für 2016 ist bislang noch nicht geklärt, da wir unbedingt die Starterzahlen in die Höhe schrauben wollen!“

In der Zeit von 2002 bis 2009 war das Union Radrennteam Pielachtal ein reiner Nachwuchsverein mit bis zu 25 Kindern, die in ganz Österreich unterwegs waren. Franz Grassmann jun. war ganz klar das Aushängeschild des Vereins.

Nach dessen Karriereende wurde aber nur noch das Radrennen im Pielachtal organisiert, weshalb sich 2012 einige Fahrer zusammengeschlossen und eine Trainingsgemeinschaft gebildet haben.

Radrennteam knackt die 50-Mitglieder-Marke 

„Es gab nur noch zwölf Mitglieder, aber soeben sind weitere zwölf zu uns gestoßen, sodass wir kommende Saison erstmals die 50er Marke erreichen“, verkündet König stolz. Auch die Erfolge der Pielachtaler Fahrer rücken die Arbeit in ein positives Licht. „Radmarathon-Siege, Landesmeisterschaftsmedaillen bei den Damen und Herren bis hin zu Gold bei österreichischen Meisterschaften können wir auf unser Erfolgskonto verbuchen“, freut König besonders, dass auch das Damenteam mittlerweile elf Mitglieder umfasst und aus der österreichischen Marathonszene kaum wegzudenken ist. Und König betont, dass zwei Dinge bei ihm ganz groß geschrieben werden: „Die Gemeinschaft — der Verein bedeutet für uns die Freude am Radsport gemeinsam auszuüben, die Geselligkeit zu genießen.“ Außerdem will man ein aktiver Verein sein. „Karteileichen sind bei uns unerwünscht.“

Bestätigt wurde dies durch den dritten Platz in der Mannschaftswertung beim Radmarathon in St. Pölten, bei dem das Union Radrennteam Pielachtal, mit seinen extrem jungen Mitgliedern den Sieg bei der Vereinswertung davontrug — lediglich zwei Teams großer Konzerne waren noch vor ihnen. „Dabei sind wir der mit Abstand jüngste Verein der Umgebung“, freut sich König.