Erstellt am 03. November 2015, 05:32

von Wolfgang Wallner

Mit gestutzten Schwingen.

St. Pölten verliert ein sportliches Top-Event. Dass der "Wings for Life" Run im Mai statt in der NÖ-Landeshauptstadt in Wien steigt, ist ein herber Verlust. Der aber wohl nicht zu verhindern war. Mit rund 7.000 Läufern ist die Benefiz-Veranstaltung an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Vor allem logistisch ist‘s eine riesige Herausforderung, die Sportler, die vom Catcher-Car eingeholt worden sind, auf der Strecke aufzusammeln. Wien mit seinem U-Bahn-System hat da unschätzbare Vorteile. Und dürfte auch besser ins Konzept des Red-Bull-Konzerns passen, der das Event unter seine (Marketing-) Fittiche genommen hat. Wien als Weltstadt hat für ein Event, das sich nun mal „World Run“ nennt, eben ein anderes Flair als die NÖ-Metropole. Das mag angesichts der Aufbauarbeit, die in St. Pölten geleistet worden ist, unfair sein, gehorcht aber der wirtschaftlichen Logik.

Ab einer gewissen Größenordnung sind Events schlichtweg nicht zu halten. So ehrlich muss man sein. Zwei Jahre lang als Österreich-Event des „Wings for Life-Runs“ haben unschätzbare PR für St. Pölten gebracht.

Das ist jetzt vorbei. Die nächste Chance auf ein Großereignis wird sich auftun. Dafür muss die Stadt bereit sein.