Erstellt am 14. Juni 2016, 05:50

Nicht vom Glück verfolgt. Traismauers Senioren spielten bei den Weltmeisterschaften in Alicante besser, als so manches Resultat vermuten lassen würde. Vor allem die Ast-Brüder hatten viel Pech.

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Bei den diesjährigen Seniorenweltmeisterschaften im spanischen Alicante nahmen gleich vier Athleten von ATUS Traismauer den Kampf auf. „Insgesamt hatten in den diversen Altersklassen 4600 Teilnehmer aus 80 Ländern genannt, sodass in der riesigen IFA-Arena auf 165 Tischen gespielt wurden“, zeigte sich Walter Ast vom Starterfeld und der Organisation tief beeindruckt. „Allein in Trainingshalle standen nochmals 60 Tische zur Verfügung, und sie war zwischen 9 und 18 Uhr immer pro Tisch mit vier Spielern belegt!“

Auch die Informationen für die Spieler zeigten Ast, der selbst immer wieder größere Turniere organisiert, neue Wege auf. „Wir bekamen ein paar Minuten nach dem Spiel gleich eine Nachricht per SMS wie und wo es weitergeht, das gab’s in der Form noch nirgends!“ Der Obmann, der selbst auch an der Platte stand, sowie sein Bruder Gerhard Ast, Reinhard Artner und Helmut Roucka fühlten sich unter diesen Umständen natürlich bestens aufgehoben und so blieben auch gute Leistungen nicht aus, die aber nicht immerbelohnt wurden.

Gerhard Ast spielte im Bewerb 65+ mit 450 Teilnehmern und gewann sogar seine Gruppe. Siege gegen einen Deutschen, einen Brasilianer und einen Inder brachten ihn in den Championship-Bewerb, wo er auch sein erstes Spiel 3:0 gewinnen konnte. „Leider hab ich etwas unglücklich in der zweiten Runde gegen Simon Shtofmakher aus den USA 2:3 verloren“, ärgert sich Ast, dass er so eine bessere Platzierung verpasste. „Aber auch eine Platzierung unter den besten 64 der Welt ist nicht schlecht“, findet er.

Artner spielte im Bewerb 50+ (654 Spieler) und landete nach einem Sieg und zwei knappen Niederlagen als Gruppendritter im Consolations-Bewerb.Dort feierte er sensationell vier Siege, ehe ihn der Deutsche Sven Thiedemann aus Deutschland im Achtelfinale aus dem Bewerb schlug — 1:3.

Roucka kam im Bewerb 60+ (500 Starter) zum Einsatz, konnte aber kein Spiel gewinnen. Walter Ast war mit dessen Leistung aber zufrieden. „Gerade seine Altersklasse war stark!“

Walter Ast selbst bezwang im Bewerb 65+ wie sein Bruder in der Vorrunde alle drei Gegner, darunter auch einen Chinesen (3:0!). Aber nach einem Freilos scheiterte er in der zweiten Runde des Championship-Bewerbs am Deutschen Hans Jäckel. „Ich hab dabei drei Matchbälle vergeben“, ärgerte er sich danach doch gewaltig.

Und auch im Doppelbewerb 50+ ereilte Walter Ast mit Artner nach der gewonnenen Vorrunde das gleiche Schicksal. In der zweiten Championship-Runde kam gegen eine tschechische Paarung scheiterten äußert unglücklich gegen das Aus mit 2:3.

Der echte Aufreger kam aber zum Schluss: Gerhard Ast und Reinhard Sorger unterlagen nach zwei Siegen einer japanischen Paarung. „Eine klare Fehlentscheidung der Schiedsrichter, wie auch die Gegner wussten, die sich aber als äußerst unfair erwiesen“, kommentierte Walter Ast das 1:3, das den Einzug unter die Top-16 verhindert hat, ungewohnt emotional.