Rabenstein an der Pielach

Erstellt am 30. August 2016, 02:50

von NÖN Redaktion

Schmirl: „Olympiafeeling kam erst beim Eid auf“. Alexander Schmirl, Sportschütze und Rio-Starter aus Rabenstein, über seine Eindrücke bei den Olympischen Spielen.

Mit der letzten Serie im Stehendbewerb schoss sich Schmirl aus dem Finale.  |  NOEN, APA

NÖN: Sie sind zwei Tage vor der Schlusszeremonie abgereist. War die Enttäuschung über die verpasste Finalchance zu groß, oder gab es schon einen Lagerkoller im Olympischen Dorf?
Alex Schmirl: Weder noch, aber da wir als erste angereist waren, nahmen wir Schützen den zweiten Abreisetermin des ÖOC wahr. Mit Medaille und der Chance als Fahnenträger zu fungieren, wäre ich natürlich geblieben …

Wie sehr wurmen Sie die Fehlschüsse in der letzten Serie beim Stehendschießen, die Ihnen die Finalteilnahme gleich im ersten Bewerb gekostet haben?
Natürlich habe ich mich geärgert, aber es ist meine Art, langsam zu starten und im Finish das Risiko zu erhöhen. Leider ist es diesmal nicht aufgegangen. Wie auch beim dritten Bewerb war die Leistung gut, Rio hat aber Lust auf mehr gemacht! Ich hab auch gesehen, dass in der absoluten Spitze für mich konditionell noch Luft nach oben ist — daran werde ich im nächsten Jahr arbeiten. Jetzt genieße ich aber noch drei Wochen Urlaub. Dann werde ich mit der Arbeit am Material beginnen, auch da gibt‘s Verbesserungsmöglichkeiten.

Wann hat das Olympiafieber auf Sie übergegriffen?
Eigentlich sehr spät, erst mit der Eröffnungsfeier und dem Eid. Bei der Ankunft wirkte Rio noch nicht bereit, obwohl wir mit den Unterkünften Glück hatten. Wir Schützen haben in einem Appartement mit den Badmintonspielern gewohnt. Es gab Einzelzimmer, nur die Sanitäranlagen teilten wir uns zu dritt. Das war alles super. Aus dem Olympischen Dorf sind wir aber nur einmal rausgekommen, als wir mit den Seglern feiern gegangen sind. Als sie die Medaillen herumzeigten, gab‘s dann schon ein Gedränge.

Wann gibt‘s die nächsten Bewerbe?
Ich starte erst Mitte April bei der EM wieder, den Weltcup in Indien davor lassen wir Österreicher aus.