Erstellt am 28. September 2015, 09:07

von Wolfgang Wallner

St. Pölten rollt das Feld von hinten auf. Klammheimlich schleicht sich die Elf von Karl Daxbacher nach vor.

Edeltechniker. Mit Emanuel Atanga und der Lieferinger Offensivabteilung hatten Patrick Schagerl & Co. ihre liebe Mühe. Doch die Torsperre der St. Pöltner hielt, der vierte Sieg en suite war unter Dach und Fach.  |  NOEN, Wallner

Dorthin, wo man vom Start weg stehen wollte. So schnell kann‘s gehen: Vor einem Monat noch hing der Haussegen schief beim SKN St. Pölten. Nach einem Saisonstart, der noch schwächer ausgefallen ist, als im Vorjahr samt Europacup-Belastung unter Trainer Herbert Gager. Mit der Rückkehr von Manuel Hartl ist die Trendwende gelungen. Der Angreifer wurde zur Symbolfigur des St. Pöltner Zwischenhochs. Er kompensierte Daniel Segovias Formtief und trifft seither auf laufenden Band. Bis der SKN auf Platz drei nach vorgestoßen ist.

„Auf Dauer ganz oben zu sein, wird schwierig“, lässt Trainer Karl Daxbacher die Kirche im Dorf. Denn Wacker Innsbruck und vor allem der LASK seien vom Kader her breiter aufgestellt. „Das wird am Ende entscheiden.“

Ob die St. Pöltner im Winter noch nachlegen, lässt General Manager Andreas Blumauer offen: „Wenn alle fit sind, haben wir eher zu viele Spieler. Alle Positionen sind doppelt und dreifach besetzt.“ Und Abgänge? Schwer zu machen, da alle Kicker noch laufende Verträge haben.

Wiedersehen mit Cem Atan im Cup

Nur nicht Vorarlberg! Nach zwei Auswärtsfahrten ins Ländle wünschte sich St. Pöltens General-Manager Blumauer „endlich einmal einen attraktiven Gegner. Und das vor heimischer Kulisse! Am liebsten Red Bull Salzburg.“ Nun, das ist‘s nicht ganz geworden. Die Anfahrt zum FC Stadlau ist überschaubar. Und die Chance weiterzukommen hoch. „Die sind in der Regionalliga gut unterwegs, kein einfacher Gegner“, hält Blumauer den Ball flach, „es hätte schlimmer kommen können. Zudem haben die Juniors des SKN eine Rechnung offen mit den Wienern, die zum Saisonstart die Jungwölfe mit 1:0 geschlagen haben. Goldtorschütze damals wie auch bei der Stadlauer Cupsensation gegen Austria Klagenfurt: Cem Atan. Nach seinem Gastspiel in der Landeshauptstadt brennt der Ex-SKN-Kicker darauf zu zeigen, dass es ein Fehler war, ihn ziehen zu lassen.