Erstellt am 23. Februar 2016, 04:24

von Claus Stumpfer

Stars geben Zusage: Böcherer und Beranek kommen wieder. Die Vorjahressieger Andi Böcherer und Anja Beranek wollen beim 10-jährigen Jubiläum des Ironman 70.3 ihre Titel verteidigen.

Erfrischung im Ziel. Olympiasiegerin Nicola Spirig verpasst St. Pöltens »Iron Lady« Anja Beranek eine Bierdusche.  |  NOEN, NLK/Filzwieser
Hundert Tage vor dem Rennen stehen die ersten Stars für den Ironman 70.3 in St. Pölten fest. Die beiden Titelverteidiger aus dem Vorjahr werden bei der 10-jährigen Jubiläumsausgabe am Start stehen.

Und das Ziel ist klar: „Ich komme, um meinen Titel zu verteidigen“, erklärt die junge Deutsche Anja Beranek, die im Vorjahr noch etwas überraschend die Konkurrenz düpierte. Auch Andi Böcherer ist zuversichtlich: „St. Pölten ist eine tolle Strecke, die liegt mir“, klingt das fast schon wie eine Drohung an die Gegner.

„St. Pölten war für sie der Durchbruch“

Beranek hat sich nach St. Pölten noch zwei weitere internationale Titel sichern können, außerdem ist sie amtierende Ironman-70.3-Vizeeuropameisterin und sie hat die Bronzemedaillen bei den Ironman 70.3 Weltmeisterschaften gewonnen.

„St. Pölten war für sie der Durchbruch, seither zählt sie zur absoluten Spitze über die Ironman-Halbdistanz“, freut sich auch Organisator Christoph Schwarz über ihre erneute Zusage für „seinen“ Triathlon in St. Pölten, allerdings will er der Deutschen die Titelverteidigung nicht leicht machen, weshalb er auch viele andere weibliche Stars der Szene aufbietet.

Neben der Niederländerin Yvonne Van Vlerken kommen die Herausfordererinnen auch aus Österreich. Nach über einem Jahr mit zahlreichen Verletzungen möchte die Niederösterreicherin Lisa Hütthaler nach 2013 und 2014 erneut bei ihrem Heimrennen gewinnen.

„Momentan bereite ich mich gezielt auf den Wiedereinstieg in das Triathlontraining vor“, steht für Hütthaler aber nach wie vor die Gesundheit nach ihrem frühen Saisonaus im Vorjahr im Vordergrund.

Belgier als größter Böcherer-Konkurrent

Mit Lisi Gruber und Michi Herlbauer sind zwei weitere Österreicherinnen für Überraschungen gut. Beide blieben bei ihren Langdistanz Highlights im Vorjahr unter der magischen 9-Stunden-Marke.

Böcherer bereitete sich im Februar mit einem Trainingslager in der Schweiz auf die neue Triathlonsaison vor. „Die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison legte ich dabei auf den Langlaufskiern“, lacht er.

Sein größter Konkurrent heißt Bart Aernouts. Der Belgier siegte in St. Pölten im Jahr 2013 und war dann 2014 70.3-Europameister. Bei der WM in Zell am See schrammte er im Vorjahr mit Rang vier nur hauchdünn am Podest vorbei.

„Die zehnte Auflage des Ironman 70.3 St. Pölten wird ein Triathlonfest, dem wieder über 3.000 Athleten entgegenfiebern“, freut sich Renndirektor Jürgen Gleiss, der aber auch betont „Jetzt geht es ans ‚Eingemachte‘, um den Athleten einen unvergesslichen Tag in unserer wunderschönen Landeshauptstadt bereiten zu können.“