Erstellt am 21. September 2015, 07:53

von Claus Stumpfer

Thaqis Falken siegen auch in Graz. Handball /  Auch das dritte Spiel in der Bundesliga stand unter einem guten Stern. Am Ende hatte man aber auch das nötige Glück. GRAZ - ST. PÖLTEN 27:29. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel — diesmal gegen einen Titelfavoriten — sind die St.

Heiß umkämpfte Kugel: Am Freitag steigt das NÖ-Derby in der Handballbundesliga. Foto: Wallner  |  NOEN, Wolfgang Wallner

GRAZ - ST. PÖLTEN 27:29. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel — diesmal gegen einen Titelfavoriten — sind die St. Pöltner Falken perfekt in die Saíson gestartet. „Auch diesmal war es ein Arbeitssieg, aber in den entscheidenden Phasen sind die Burschen einfach da“, zeigte sich Trainer Ibish Thaqi erneut zufrieden. Tabellenführer bleibt zwar Kärnten, aber die St. Pöltner haben natürlich schon mal klar gemacht, dass ein Platz im Final Four heuer auf alle Fälle für sie „drinnen“ ist.

Die Grazer hatten sich nach dem Auswärtserfolg gegen die starken Gänserndorfer viel vorgenommen, mit einem Sieg zuhause gegen St. Pölten hätte man den Anschluss an die obere Tabellenhälfte wieder erreicht. Und von Beginn an erlebten die Fans einen offenen Schlagabtausch, keines der beiden Teams konnte sich absetzen. Immer wieder wechselte die Führung, und das 11:9 nach 18 Minuten für die Falken war schon der komfortabelste Vorsprung in Halbzeit eins, die dann gerechterweise Remis endete — 14:14.

Nagy erzielt gegen Ex-Klub sieben Tore

Topmotiviert bei den St. Pöltnern agierte der Ungar Andras Nagy, hat er doch fünf Jahre in Graz gespielt. Mit sieben Treffern kannte er aber keine Gnade mit seinem Ex-Klub, der sich heuer gut verstärkt hat. „Ales Pajovic hat in Spanien bei Celje und Ciudad Real sowie in Deutschland bei Magdeburg, Kiel und Lübbecke gespielt, und seine Qualität war am Feld auch zu spüren“, hatten Thaqis Schützlinge mit dem Abwehrchef der Steirer hart zu kämpfen.

Und Mitte der zweiten Halbzeit waren es dann auch die Grazer, die sich mit drei Toren absetzen konnten. „Unsere Abwehr war in dieser Phase wieder zu unkonzentriert, aber die Grazer haben sich dann eine Strafe durch Kritik von der Bank eingehandelt, was sie total aus der Bahn geworfen und uns voll in die Karten gespielt hat“, war Thaqi von diese Undizipliniertheit der Heimischen selbst überrascht. Binnen weniger Minuten drehten seine Jungs das Spiel, führten 25:24.

Die Schlussphase war dann an Dramatik kaum zu überbieten. Der Grazer Schweighofer und Nagy erlebten nach jeweils zwei Minuten die Schlussphase nur mehr von der Bank aus und die Grazer hatten mit dem praktisch letzten Angriff die Chance zum Ausgleich. Doch statt zu treffen, gab es einen Ballverlust und St. Pöltens Weilguny erzielte aus einem raschen Konter sogar noch das 29:27.

Als bester Schütze der St. Pöltner erwies sich erneut Legionär Markovic mit neun Treffern. Im Tor war Filzwieser der gewohnte Rückhalt.