Erstellt am 22. September 2015, 16:32

von Daniel Wertheim

Sallomon ist nicht mehr Teamchef. Nach drei Jahren wird der Vertrag als Basketball-Teamchef für Werner Sallomon nicht verlängert.

Werner Sallomon ist nicht mehr Teamchef.  |  NOEN, privat

Der 55-jährige Klosterneuburger Werner Sallomon ist nicht mehr Teamchef des Österreichischen Basketball-Nationalteams. Was sich seit dem Führungswechsel im ÖBV abgezeichnet hatte, wurde jetzt in einer Presseaussendung bestätigt:

„Sein Ende August ausgelaufener Vertrag wurde nicht verlängert. Ein Nachfolger soll Mitte November feststehen“, heißt es darin. Als Begründung steht: „Werner Sallomon war 2013 sicher die richtige Entscheidung. Er hat die Spieler weiterentwickelt. Aber die Verbandsspitze ist der Meinung, dass wir für den finalen Schritt zur EM-Endrunde 2017 beim Teamchef einen Wechsel vornehmen müssen“, heißt es seitens der ÖBV-Führung.

14 Siege und 18 Niederlagen

Sallomon war nach seinem Meistertitel mit den Dukes 2012 seit Sommer 2013 im Amt, womit er die Nationalmannschaft drei Jahre lang betreute. In 32 Begegnungen unter dem Klosterneuburger gab es 14 Siege und 18 Niederlagen, in Bewerbspielen lautete die Bilanz 8:4. Die Qualifikation zur EM (EuroBasket) blieb dem 55-Jährigen dennoch versagt.

„Ich habe meinen dreijährigen Vertrag mit Stolz erfüllt, nun gibt es einen Präsidentenwechsel, es gibt neue sportliche Vorstellungen, das nehme ich zur Kenntnis“, sagte Sallomon nüchtern, doch man merkte ihm eine gewisse Enttäuschung an. „Bis auf das erste Jahr war der Job glaube ich in Ordnung und wir haben ein Team aufgebaut, mit dem die Qualifikation realistisch sein könnte. Und falls es klappt, würde ich mich riesig für die Burschen freuen und glaube auch einen kleinen Anteil dafür geleistet zu haben“, ergänzt Sallomon.

Eine Rückkehr auf der Trainerbank ist derzeit nicht in sicht, wenngleich: „Ich bin Trainer, kein Funktionär. Das habe ich immer nur gemacht, weil es notwendig war. Aber ich werde es auch künftig tun, Armin Göttlicher braucht sich keine Sorgen zu machen“, strebt der Obmann nicht an, auf der Dukes-Bank ein Comeback zu feiern.