Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:37

von Claus Stumpfer

Czerny rockt Mallorca. Purkersdorfer Triathlon-Ass erlebt "Wunderheilung" und liefert einen seiner besten Triathlons überhaupt ab.

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Der Purkersdorfer Sebastian Czerny hat zwei bewegte Wochen hinter sich gebracht. „Anfang Oktober schien für mich die Saison nach einem Trainingsunfall eigentlich schon vorbei zu sein“, schrieb er im Krankenhaus den Start bei der Challenge Paguera-Mallorca schon ab. „Natürlich ärgerlich, weil ich meine Vorbereitung in der zweiten Saisonhälfte auf dieses äußerst anspruchsvolle Rennen hin konzipiert hatte!“

Als dann die Genesung viel besser voranschritt als ursprünglich erwartet, begann er dann daheim, doch sofort wieder vorsichtig mit dem Training. „Und obwohl es wahrlich keine optimale Endvorbereitung war“, habe ich dann doch den Start riskiert“, schildert er. Und Czerny musste seine Entscheidung nicht bereuen.

Bei diesem Mitteldistanzrennen mit etwa tausend Höhenmetern am Rad und 250 Meter beim Laufen, kam er nach einer mäßigen Schwimmleistung gehörig in Fahrt. „Am Rad habe ich Platz für Platz aufgeholt, zog sogar an etlichen Profis vorbei und ging dann als zweitbester Nicht-Profi auf die Laufstrecke“, hat ihn seine Form angesichts der Umstände selbst überrascht.

„Auf der Laufstrecke wollte ich dann aber keinen Einbruch mehr riskieren“, legte er das Rennen dann eher konservativ an. „Ich habe meinen Vorsprung von dreißig Sekunden auf den zweiten Age-Grouper in einem kontrollierten Rennen nur mehr verwaltet, musste dafür aber gar nicht ans allerletzte Limit gehen, trotzdem kam ich auf dem kupierten Gelände auf eine Laufzeit von knapp 1:21 Stunden für die 21 Kilometer“, ist er stolz. Und auch die Gesamtzeit von knapp 4:21 Stunden für einen Ironman 70.3 stimmt Czerny zufrieden. „Und zufrieden wäre ich auch, wenn ich den Trainingsunfall nicht gehabt hätte!“