Erstellt am 08. September 2015, 16:32

von Claus Stumpfer

Form stimmt nicht. Sowohl Pressbaum als auch Klosterneuburg zeigten sich in der vorletzten Meisterschaftsrunde nicht von ihrer Schokoladenseite.

Pressbaums Nationalliga-A-Debütant Michael Koch (Bild) schlug sich mit 80 kg im Reißen und 110 kg im Stoßen ganz hervorragend -- die 0:3-Niederlage aufgrund des Ausfalls von Patrick Manninger konnte aber auch er gegen Eiche Wien nicht verhindern.  |  NOEN

Am Samstag fand im Stadtsaal Pressbaum die vorletzte Meisterschaftsrunde statt.  Der KSV Pressbaum traf dabei in der Nationalliga A auf Eiche Wien und die WKG Milon/Klosterneuburg in der Interliga auf Vösendorf.

"Keine Chance auf den Sieg"

„Nachdem wir mit Patrick Manninger auf unseren stärksten Athleten verzichten mussten, war von Haus aus klar, dass keine Chance auf den Sieg bestand“, nimmt KSV-Obmann Johann Hügel die 0:3-Schlappe gelassen, beurteilt lieber, wie gut seine Athleten ihr Potenzial ausgeschöpft haben.

Besondere Freude bereitete ihm Michael Koch bei seinem ersten Meisterschaftsstart. Nach einen Probestart beim Bezirksturnier legte er gleich eine fehlerfreie Serie hin, bewältigte er mit 87,5 kg Körpergewicht 80 kg im Reißen und 110 kg im Stoßen. „Das war eine Steigerung gegenüber dem Bezirksturnier im Reißen um zehn und im Stoßen um sagenhafte zwanzig Kilogramm — ein echtes Toptalent“, gerät Hügel ins Schwärmen. Der 19-Jährige trug 226,14 Punkte zur Teamwertung bei.

Katrin Storka verpasste ihre persönlichen Bestleistungen nur knapp und auch Oldboy Roman Lehner gelangen in gewohnter Manier sechs gültige Versuche.

„Solide ohne Bäume einzureißen“

Thomas Wimmer hat seine Diät nicht ganz durchgehalten, brachte 129,6 kg auf die Waage, was seine 230 kg Zweikampfleistung in Punkten schon nicht mehr ganz so eindrucksvoll wirken lässt — immerhin 236,99 brachte aber auch er in die Mannschaftswertung ein. Pressbaums bester Athlet war erwartungsgemäß Thomas Böswarth. „Solide ohne Bäume einzureißen“, fand Hüge dessen 278,25 Punkte

Manninger, der erst am Samstag nach seiner Kreuzband-OP aus dem Spital entlassen worden war, ließ es sich nicht nehmen auf Krücken die Pressbaumer Athleten zu unterstützen. „Im Frühjahr bin ich wieder dabei“, ist er überzeugt.

Die Klosterneuburger mussten sich mit ihren SG-Kollegen in St. Pölten den Vösendorfern 0:6 geschlagen geben. „Eigentlich hat Vösendorf in der Interliga nichts verloren, denn sie machen regelmäßig über 1600 Punkte, hätten damit in der Bundesliga Titelchancen“, ärgert Milons Obmann Eduard Mann der freiwillige Abstieg des Gegners noch immer. Zudem musste die SG ersatzgeschwächt antreten. Mit Matthias Weiß, der vom Bundesheer nicht weg konnte, fehlte ein Topmann.