Erstellt am 15. September 2015, 16:32

von Claus Stumpfer

Wertheim wirft Handtuch. Die SG Klosterneuburg muss nach dem Rücktritt des FC-Olympique-Obmanns schleunigst eine Integrationsfigur finden.

Daniel Wertheim will sich beim FC Olympique ins zweite Glied zurückziehen.  |  NOEN, privat

Der Streit zwischen den Funktonären von Olympique Klosterneuburg und dem SCK — die sich zuletzt immer mehr in die Spielgemeinschaft gezwungen sahen — wurde in der Nacht auf Montag durch den Rücktritt von Olympique-Obmann Daniel Wertheim besonders deutlich. Es klang wie Jubel, was die SCK-Funktionäre in den diversen sozialen Medien verlautbarten.

Für SCK-Obmann Robert Eder war Wertheims Schritt logisch. „Durch unser ständiges Aufzeigen seiner Fehler und Unzulänglichkeiten konnte Wertheim nicht mehr anders“, ist Eder überzeugt und stichelt weiter: „Ist die SG Klosterneuburg nur aufgrund des Verschuldens des FC OK gescheitert? — Wir, der SCK, werden jedenfalls mit Kompetenz und Fachwissen den Klosterneuburger Fußball in die Landesliga führen!“ Dann besinnt er sich aber auch der Wertheimschen Worte: „Der Breitensport ist die Basis und steht im Fokus!“

SCK-Präsident Gerhard Hrebicek wollte zunächst an Wertheims Rücktritt nicht so recht glauben. „Tritt er auch als SG-Vorstandsvorsitzender zurück?“, fragte er. Als das Ja kam, war auch Hrebicek begeistert. „Das macht hoffentlich den Weg frei für eine ordentliche und noch bessere Zukunft des Fußballs in Klosterneuburg“, sieht er den SCK bereit. „Wir haben noch immer die entsprechenden Vorschläge“, bedankt er sich hier bei SCK-„Mastermind“ Eder. Die weitere Vorgangsweise wollte man bereits am Montagabend im Präsidium besprechen.

Querschüsse rauben Kraft

Wertheim, der um 3.59 Uhr per Mail seinen Rücktritt bekannt gab, begründet: „Die ständigen destruktiven Querschüsse, die das Klima in der SG derart vergiftet haben, rauben mir die Kraft mich weiterhin in dem Ausmaß zu engagieren“, stellt er aber gleichzeitig klar, dass er den FC OK nicht im Stich lässt. „Ich stehe für gewisse Aufgaben weiter zur Verfügung, doch aufgrund der Entwicklungen in der SG ist es mir nicht mehr möglich, die volle Energie dafür aufzuwenden“, bittet er um tatkräftige Unterstützung seines „Nachfolgers, beziehungsweise jener Menschen, die für mich in die Bresche springen!“

Bis zur ordentlichen Übergabe bei der nächsten Generalversammlung stehen Wertheim selbst sowie seine Stellvertreter Monika Hingsamer und Georg Duit zur Verfügung. „Der laufende Betrieb wird von unserem bewährten Team selbstverständlich aufrecht erhalten“, betont er.