Erstellt am 20. April 2016, 05:55

von Claus Stumpfer

In Sofia aufgezeigt. Mit dem Recurve-Team um Andreas Gstöttner stand Österreich zum ersten Mal in einem Grand-Prix-Finale.

Nur mit seiner Leistung im Einzelbewerb war der Olympiaanwärter Gstöttner diesmal nicht zufrieden.  |  NOEN, privat
Österreichs Recurve-Nationalteam mit dem St. Christophener Andreas Gstöttner hat am Freitag in Sofia erstmals in der Geschichte des Österreichischen Bogensportverbandes (ÖBSV) ein Grand-Prix-Finale erreicht.

Gstöttner hat zusammen mit Alexander Bertschler und Dominik Irrasch als Qualifikationssiebente unter 16 Teams Georgien und Slowenien jeweils mit 5:3 und Armenien mit 6:2 besiegt. Finalgegner für das Trio aus dem Rio-Kader war am Samstag die Ukraine. Gstöttner und seine Kollegen haben zwar 3:5 verloren, es dabei aber extrem spannend gemacht. Zuerst stand es 2:0 für die Ukraine, dann 2:2, nächstes Set 3:3 und im letzten, entscheidenden Set wurde es ein 5:3 für die Gegner! „Es war trotzdem das erste Mal, dass ein österreichisches Team in dieser olympischen Disziplin in einem Finale stand“, ist Gstöttner stolz.

Nicht ganz nach Wunsch ist für die Österreicher aber der Einzelbewerb verlaufen. Dabei war Bertschler noch am erfolgreichsten, er schied erst im Viertelfinale aus. Für Gstöttner ergab sich diesmal kein Spitzenplatz drinnen.
Auch für Gstöttners Mixed-Partnerin Laurence Baldauff, setzte es diesmal eine Enttäuschung. Die gebürtige Luxemburgerin ist aber, anders als Gstöttner und die restlichen Herren schon für die Olympischen Spiele im August nominiert. Bei den Herren besteht Mitte Juni beim Weltcup in Antalya noch die Chance auf die Qualifikation für das Team und Ende Mai bei den Europameisterschaften in Nottingham auch im Einzel.