Erstellt am 21. Mai 2016, 07:52

von Claus Stumpfer

Mit Silber zur Jugendmeisterschaft. Die Tullnerbacher Marie und Martin Wolf sind für österreichische Titelkämpfe in St. Pölten qualifiziert.

17 Medaillen, davon acht Mal die Goldene, konnten die Turnerinnen und Turner von der Union St. Pölten bei den NÖ Landesmeisterschaften ergattern.  |  NOEN, privat

Während für Bruder Martin Wolf (10) als derzeit stabiler drittbester J3-Turner Niederösterreichs die Mannschaftseinberufung für die österreichische Meisterschaft in St. Pölten bereits früh in der Saison klar war, musste Marie Wolf (12) um ihren Platz in der Mannschaft erst kämpfen.

„Marie hat es heuer nicht leicht, den zu ihrer körperlichen Herausforderung, dem starken Wachstum, kamen selbst hochgeschraubte Erwartungen durch die Überreihung in die übernächste Wettkampfstufe“, weiß Trainerin Agnes Hodi.

Marie Wolf trat nun bei den NÖ Landesmeisterschaften in Gänserndorf in der höchsten Jugendstufe J1 (U 15) an. „Die Kürelemente kommen ihr hier mehr entgegen“, weiß Hodi. Und zur großen Freude der jungen Turnerin gelang die Kür am Balken sturzfrei.

Insbesondere beim Flick gibt es noch die große Angst vom zehn Zentimeter breiten Balken abzusteigen. „Die Angst ist derzeit Maries Hauptproblem, denn sie verhindert am Stufenbarren Elemente, die sie bereits beherrscht hat“, weiß Mutter Martina Weinberger. Mit Platz zwei bei den NÖ Landesmeisterschaften in Gänserndorf, die in dieser Wettkampfstufe nur als Dreikampf (Stufenbarren, Balken, Sprung) ausgetragen wurden, konnte sie sich hinter Nationalkaderturnerin Selina Kickinger auf Platz zwei positionieren und hat damit das Ticket in der dreikköpfigen Mannschaft gelöst, die zur österreichischen Jugendmeisterschaft entsandt wird.

Da sie allerdings in diesem Alter sicher eine der Jüngsten sein wird, „erwarten wir keine Top-Platzierung“, freut sich LZ-St.-Pölten-Trainerin Agnes Hodi über den gelungenen ersten Wettkampf ihrer Nachwuchsturnerin. „Wir arbeiten konstant weiter und werden auch ihre Ängste in Griff bekommen, denn die sind im Kunstturnen völlig normal. Jedes Mal wenn die Kinder wachsen, verändert sich die Physik, einmal Beherrschtes, insbesondere Luftakrobatik, muss umgelernt werden und das erzeugt Unsicherheit.“