Erstellt am 24. Februar 2016, 06:59

von Claus Stumpfer

Mit Vierer Fünfter. Heim-WM brachte eine Bronzene im Teambewerb für Österreich. Team-Teigl-Athlet Marco Rangl war im Viererbob am Start.

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Bei der Bob- und Skeleton-WM in Igls gab es das erhoffte Rot-Weiß-Rote Edelmetall. Team AUT1 mit Matthias Guggenberger, Christina Hengster mit Sanne Dekker, Janine Flock und Benni Maier mit Danut Moldovan waren überglücklich über die erste Team-Medaille.

Guggenberger durfte für Team AUT1 vorlegen, allerdings kollabierte er nach seiner Fahrt noch im Auslauf und musste ins Krankenhaus für weitere Untersuchungen. Dort wurde aber nichts Schlimmes festgestellt.

Nach diesem Schock wurde es im Eiskanal immer spannender. Nach den guten Läufen von Bobteam Hengster/Dekker vom Team Teigl in Purkersdorf und Skeleton-Ass Janine Flock — die Tirolerin holte später in ihrem Bewerb Silber — lag Österreich in Schlagdistanz auf Rang Vier. Den letzten und entscheidend guten Run für Team AUT1 machte das Bobteam Maier/Moldovan. Schlussendlich gab es noch den sensationellen dritten Rang, vor dem starken Team GER2, das um 12 hundertstel Sekunden den Kürzeren zog. Im Zweierbob-Rennen der Herren gelang es dem 21-jährigen österreichischen Piloten Maier mit Anschieber Markus Sammer als Neunter in die Top-10 zu fahren.

Zu Ende gegangen ist die WM auf der Olympiabobbahn in Igls dann mit einer großen Sensation: WM-Gold sicherte sich im Vierer-Bewerb der lettische Schlitten vor dem favorisierten deutschen Bob mit Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich. Bronze ging an das Schweizer Team um Rico Peter. Österreich 1 mit Benjamin Maier und seinen Anschiebern Marco Rangl, Markus Sammer und dem Rumänen Danut Ion Moldovan verbesserte sich von Rang neun zur Halbzeit auf den fünften Endrang mit 0,41 Sekunden Rückstand. „Unglaublich, aber sie schafften in ihren Läufen am zweiten Tag die Ränge zwei und drei“, jubelte Nationaltrainer Manfred Maier, Vater von Benjamin über „mehr, als zu erwarten war.“

Vom Team Teigl aus Purkersdorf war diesmal bei den Herren nur Marco Rangl am Start. Der 26-jährige Personaltrainer (2013 Hallenstaatsmeister im 60-m-Lauf) ist erst seit 2013 Anschieber. „Schade, dass wir am ersten Tag noch nicht die Abstimmung abgefunden hatten“, trauerte er einer Medaille nach, war aber auch stolz auf die letzten beiden Fahrten. „Eine Medaille wäre drinnen gewesen“, fand auch Rangls Förderer Kurt Teigl.