Erstellt am 15. September 2015, 16:22

von Claus Stumpfer

Ein Schritt nach vorn. Pascal Pitzal hatte sein stärkstes Wochenende in der Supermoto-Königsklasse — auf Asphalt ist der Mauerbacher top.

Der 23-jährige Mauerbacher Pascal Pitzal fährt seit 2010 Supermoto-Rennen.  |  NOEN, privat

Nach der Sommerpause fand am Wochenende der vierte Lauf zur Supermoto-Staatsmeisterschaft in Bad Fischau statt. Nach dem technisch bedingen Ausfall in Himberg hatte das PRT Fast Forward Racing Team die KTM 450 SMR des Mauerbachers Pascal Pitzal in einen perfekten Zustand gebracht und fieberte einer neuen Chance entgegen.

Unter drei Reifenvarianten entschied sich Pitzal beim Zeittraining hinten für den abgefahrenen Regenreifen und lag goldrichtig. Bei schwierigen Bedingungen konnte er sein ausgeprägtes Gefühl fürs Motorrad voll ausspielen und brachte die KTM auf den achten Startplatz. „Meine beste Qualifying-Platzierung bisher in der Top-Kategorie S1“, jubelte er.

Erstmals unter den Top-10

Beim Rennen am Sonntag war aber ein anderes Setup nötig. „Und im ersten Lauf kam ich nur als Vorletzter aus dem Gerangel der ersten Kurven“, war dann Einsatz gefragt. In einem beherzten Rennen profitierte der Youngster von Fehlern der Gegner, fuhr selbst aber auch sauber und landete als Zehnter erstmals unter den Top-10.

Das zweite Rennen lief zu Beginn noch unglücklicher als das erste. „Nach einer Kollision in Kurve drei musste ich kurz zu Boden und dann dem Feld nacheilen“, schildert er. Erneut zahlte sich Pitzals Kampfgeist aus, denn er konnte den Rückstand binnen weniger Runden aufholen und noch Plätze gut machen. „Mehr als Rang 13 war aber nicht mehr drin.“

Erst im letzten Rennen klappte der Start dann perfekt und nach der ersten halben Runde hatte sich Pitzal auf Rang sechs zwischen den beiden Meisterschaftsführenden eingereiht. „Davon beflügelt fuhr ich eines der stärksten Rennen meiner Karriere, war auf Asphalt auf Augenhöhe mit den Top-Leuten, nur in den Offroad-Passagen gab ich meinen Gegnern Überholmöglichkeiten“, weiß Pitzal, woran er noch arbeiten muss. Am Ende schaute Rang elf heraus. „Aber erstmals fühle ich mich in der Königsklasse des österreichischen Supermoto-Sports angekommen“, hofft Pitzal nun bei seinem EM-Debüt am Wochenende in Melk — als Rahmenprogramm zu den WM-Rennen am Wachauring — auf ein gutes Abschneiden. „Natürlich werde ich aber auch beim Lauf zur österreichischen Staatsmeisterschaft starten“, erklärt er.


Hintergrund

Der 23-jährige Mauerbacher Pascal Pitzal  fährt seit 2010 Supermoto-Rennen. 2011 war er bei der österreichischen Meisterschaft Dritter in der Rookiewertung, ein Jahr später bereits Gesamt-Dritter in der Klasse Pro. 2013 fuhr er erstmals in der S1 Profi, musste dann aber verletzungsbedingt pausieren. Im Vorjahr lief es dann mit Gesamtrang 19 nicht nach Wunsch. Für heuer peilte er aber seine ersten Top-10-Platzierungen in der österreichischen Staatsmeisterschaft an. Diese sind nun in Bad Fischau wahr geworden. Weiter geht es auf Pitzals Lieblingsstrecke, dem Wachauring.