Erstellt am 31. März 2016, 05:14

von Claus Stumpfer

Trainerguru Horak liefert wieder Weltmeister. Trainertochter Jaqueline Horak aus Kirchstetten triumphiert mit Eichgrabens Daniel Rejzek bei U-21-WM in Madrid.

Daniel Rejzek Jaquelin Horak (3. und 4. v. l.) sowie Sara Hekele und Johannes Horak (r.) am Siegerbild der U-21-WM in Madrid.  |  NOEN, zVg

Athleten aus 31 Nationen kamen zur WM nach Madrid und traten in harten aber fairen Wettkämpfen gegen einander an. Österreich schaffte es auf Platz elf der Länderwertung mit einer Goldmedaille — und geholt haben sie einmal mehr Athleten von Goshindo-Pressbaum im Duo-Bewerb, der am letzten Wettkampftag in Szene ging.

Mit Johannes und Jaqueline griffen gleich Sohn und Tochter von Erfolgstrainer Robert Horak nach dem Titel, allerdings nicht miteinander, sondern mit anderen Partnern.

Johannes Horak stand traditionell mit Sara Hekele auf der Matte. In Runde eins ging es gegen ein Team aus Montenegro, und der fulminante Vorsprung von vier Punkten (72:76) machte deutlich, dass der angestrebte Titel ein realistisches Ziel war. Im darauffolgenden Kampf ging es gegen Italien. „Sara und Johannes waren richtig wild auf den Kampf“, schildert Robert Horak. Das stärkere der beiden italienischen Teams hielt aber ordentlich dagegen. Letztendlich siegten Horak/Hekele mit 0,5 Punkten Vorsprung (77:77,5).

Gegen Belgien 1 (U-21Weltmeister des Jahres 2015) hieß es dann die Leistung zu halten. „Das gelang zwar gut, aber die Belgier hatten trotzdem das bessere Ende für sich“, musste der Trainervater anerkennen. Aber er hatte ja noch ein heißes Eisen im Feuer.

Österreich - Belgien wurde zum Klassiker

Daniel Rejzek aus Eichgraben und Tochter Jaqueline starteten ihren ersten Kampf ebenfalls gegen ein starkes belgisches Team. Jacky und Dani behielten aber hier mit 78,5:77 die Oberhand. „Es war ein spannender Kampf, in dem es nicht geschenkt gab“, erzählt Robert Horak. Dafür gab’s danach ein glückliches Freilos und im nächsten Kampf eine weitere montenegrinische Paarung.

Die Routine der Horak-Schützlinge zeigte sich gleich, am Ende gab es einen deutlichen 80,5:75-Sieg.

Somit lag es im Finale an Jacqueline Rache für ihren Bruder an Belgien 1 zu nehmen. Und Horak/Reijzek gingen auch gleich in Führung, doch die Belgier konterten in der Serie B. Nach der dritten Serie führten wieder Horak/Rejzek um 0,5 Punkte. „In der letzten Serie gab unser Team alles und kämpfte mit einer unglaublichen Exaktheit und Geschwindigkeit, obwohl Jaqueline am rechten Auge mit der Faust getroffen wurde“, schildert Robert Horak. Am Ende war das blaue Auge weltmeisterlich. „Ein verdienter Sieg, sie zählen bereits zur absoluten Weltspitze, nicht nur in der U 21 — was aber auch für die Belgier gilt“, erwartet Robert Horak künftig noch viele spannende Kämpfe dieser beiden Teams.

Dass auch sein Sohn Johannes da ein Wörtchen wird mitreden können, zeigte er in der Hoffnungsrunde. Deutlich aggressiver als zuvor zog man mit einem 5-Punktevorsprung ins Kleine Finale ein. Im Kampf um Bronze war das Glück aber nicht auf Seiten von Horak/Hekele. Mit 0,5 Punkten Rückstand wurde es Leder statt Bronze. „Aber für ein U-18-Team bei den U-21-Weltmeisterschaften ist Platz fünf mehr als ein Achtungserfolg“, lobt der Vater.