Erstellt am 15. Juni 2016, 05:40

von Claus Stumpfer

Transparenz ist nötig. Nach Entscheidung gegen Laabens Senioren (Kreisliga 55+A) am grünen Tisch betont Kreisobmann Notwendigkeit, Regeln einzuhalten.

 |  NOEN, Symbolbild

Der Entscheidung des NÖTV Kreis Mitte Wettspielausschusses über den Protest des TC Altlengbach gegen das Spiel in Laaben haben wir von der NÖN in der Woche 21 einige Aufmerksamkeit zuteil kommen lassen. NÖTV-Kreisobmann Alexander Linsbichler verweist nun auf die Entscheidung des NÖTV Kreis Mitte Rekurssenats (2. Instanz).

Wie schon bei der Begründung des erstinstanzlichen Urteils, hat der Wettspielausschuss demnach Tage nach dem Vorfall keineswegs ein Urteil über den Platzzustand als Argumentationsgrundlage angeführt, wie von uns nach Angaben des TC Laaben dargelegt. „Vielmehr widerspricht die Nichtanwesenheit der Mannschaft des TC Laaben den Durchführungsbestimmungen“, erklärt Linsbichler.

Und er sieht sich durch analoge Protestfälle der letzten Jahren bestätigt. „Sie sind auf der Kreishomepage nachvollziehbar dokumentiert“, stehen für Linsbichler die Entscheidungen von Wettspielausschuss und Rekurssenat mit bisherigen Entscheidungen im Einklang. Linsbichler betont, dass er, „wie die überwiegenden Mehrheit der Tennisspieler“, daran interessiert ist, dass die Meisterschaft in einer korrekten und freundschaftlichen Atmosphäre abläuft. Um dies zu gewährleisten seien Regeln und deren Einhaltung nötig. „Entgegen einer im NÖN-Artikel zitierten Ansicht müssen sich die Sportler darauf verlassen können, dass nach Paragraphen entschieden wird. Andernfalls wären Ergebnisse der Willkür von Funktionären und Gremien ausgeliefert.“

Beim TC Altlengbach sieht man sich nicht als Spielverderber. „Die Wettspielordnung regelt, dass die Bespielbarkeit eines Platzes von beiden Mannschaften zum Zeitpunkt des festgesetzten Termins festzustellen ist“, beharrt Wolfgang Luftensteiner darauf, dass die telefonische Absage am Vortag seitens des TC Laaben einfach nicht regelkonform gewesen sei.

„Das Tüpfelchen auf dem I“, war für Luftensteiner die willkürliche Festlegung eines mit dem TC Altlengbach nicht abgestimmten Ersatztermins (13. Mai) im Internet durch den TC Laaben. „Übrigens ein vom Verband gar nicht definierter Ersatztermin“, schüttelt er darüber den Kopf. „Dann von einem Skandalurteil zu sprechen, wie es die Laabener getan haben, ist der eigentliche Skandal.“

Beim TC Laaben hat man sich damit abgefunden, dass ihnen das 0:7 am grünen Tisch die Chance auf den Titel genommen hat. „Ich werde auch so gut weiterleben“, meint Klement, um dann zu ergänzen. „Dass die Altlengbacher aber absteigen werden, macht‘s leichter, weil dieses Urteil somit kein anderes Team in den Abgrund reißt!“