Erstellt am 08. September 2015, 16:32

von Claus Stumpfer

Vor „Dolomitenmann“ zum Sieg gepaddelt. Höfleins Stephan Brodicky wurde mit einem Profiteam Dritter der Outdoor-Trophy, Schwester Sophie gewann Damenwertung.

Stephan Brodicky und sein Team »Flugschule Blue Sky« im Ziel.  |  NOEN, Fototeam Digital

Extremsportler aus sieben Nationen trafen sich zur Outdoor-Trophy im Vorarlberger Lingenau, dem spektakulären letztenTest vor dem „Red Bull Dolomitenmann“ am Samstag in Lienz.

Dass er im Kajak zu den „Härtesten unter der Sonne“ gehört, hat der Höfleiner Stephan Brodicky spätestens bei seinem letztjährigen Sieg in Lienz unter Beweis gestellt. „Aber Outdoorsport ist ein Tanz mit den Elementen — ein Temperatursturz mit kirschgroßen Hagelkörnern und Gewitter erschwerte diesmal die Wettkampfvorbereitungen bei der Trophy massiv, schier undurchdringlicher Nebel und heftige Unwetter machten den Teambewerb zur echten Herausforderung“, schildert er.

Schon die Bergläufer hatten zu kämpfen: Eine Gruppe verirrte sich im Nebel, kam mit enormem Rückstand zur Übergabe. Da der anschließende Start der Paraglider sicherheitstechnisch unmöglich war, mussten diese mit Schirm und Ausrüstung eine Laufstrecke absolvieren.

Wilde Sprünge in der Klamm für „Kajakisten“

„Wir Kajakfahrer hatten wohl den abwechslungsreichsten Abschnitt zu bewältigen“, warteten auf Brodicky und Co nach einem 4-Meter-Klippenstart noch ein 2-Meter-Sprung über einen Wasserfall, sowie Slalom- und Aufwärtspassagen. Zumindest störte der Regen die Kajakfahrer nicht — Wadser ist schließlich ihrElement— doch auch für sie verschärfte er die Bedingungen. „Der Pegel ist deutlich gestiegen, der Kurs wurde dadurch noch schneller und spannender“, war Brodicky begeistert.

Als Letzter gingen die Mountainbiker ins Rennen und stellten sich einer Up- und Downhillstrecke, die aufgrund der Nässe besonders anspruchsvoll war. „Bis zur letzten Sekunde wurde um die Plätze gekämpft, zumindest ein Stockerlplatz ist sich für uns dann ausgegangen“, war Brodicky zufrieden.

Fulminantes Comeback nach Baby-Pause

Seine Schwester Sophie, die nach ihrer Babypause ein fulminantes Comeback gab und mit dem international besetzten Team „Qloom“ bei den Damen sogar mit großem Vorsprung gewann, betont die Notwendigkeit der perfekten Abstimmung des Teams: „Es ist ein unvergleichliches Gefühl, wenn vier Athleten aus unterschiedlichen Disziplinen ihre Passion gemeinsam leben können — der Zusammenhalt beflügelt und motiviert!“

Stephan Brodicky strebt nun beim Dolomitenmann gemeinsam mit drei vielversprechenden internationalen Ausnahmeathleten die Titelverteidigung an. „Es ist und bleibt der härtesten Teambewerb der Welt!“