Erstellt am 22. September 2015, 16:32

von Daniel Wertheim

Sieg beim Marathon. Riesen-Erfolg für Manuela Antosch. Die Läuferin der Road Runners gewann den Damenbewerb.

Kraftakt. Die 35-jährige Manuela Antosch holte beim Wachau-Marathon den Sieg.  |  NOEN, privat

Es zählt zu den größten Erfolgen in der Vereinsgeschichte der ULC Klosterneuburg Road Runners - und beinahe wäre er untergegangen. Der Wachau-Marathon, der gleichzeitig auch als NÖ Halbmarathon-Meisterschaft gewertet wurde, war überschattet vom Tod zweier Wiener (die NÖN berichtete). Auch die Top-Leistung von Andrea Mayr, wurde erst spät honoriert. Die Läuferin des SVS Schwechat wurde fünfte, aber zunächst nicht niederösterreichische Halbmarathon-Meisterin, weil sie mit einem falschen Namen registriert war (mit einem „e“ zuviel).

Eine Läuferin bemerkte von all dem Trubel nichts, zumindest nicht während ihrem Lauf. Zu fokussiert war Manuela Antosch auf ihren Taktik-Plan. Und es zahlte sich aus. Die Wienerin, die erst seit 2013 vereinsmäßig für den ULC Road Runners läuft, holte sich nämlich in 3:12:03 Stunden den Gesamtsieg in der allgemeinen Klasse. „Das ist ein wirklich großartiger Erfolg und von unschätzbarem Wert für alle Sponsoren, Vertreter der Stadtgemeinde und Sportbegeisterten Klosterneuburgs. Manuela ist voll auf Sieg gelaufen. Sie hat nicht den Fehler gemacht, beim Halbmarathon mit den schnellsten mitzulaufen, sondern ist ihr Tempo über 42,2 Kilometer gelaufen“, zog Road Runners Präsident Wolfgang Piffl den Hut vor ihr.

Letzten 100 Meter wie in Trance gelaufen

Auch Antosch selbst jubelte: „Ich habe mir das Rennen super eingeteilt und ab der Halbzeit meine Gegnerinnen nach und nach überholt. Die letzten 100 Meter bin ich wie in Trance gelaufen. Wirklich realisiert habe ich den Erfolg erst zwei Tage später - jetzt kommt mir dabei die Gänsehaut“, erzählt sie. Wettkämpfe läuft sie erst seit 2009, gerade einmal zwei Jahre vereinsmäßig bei den Road Runners.

Sehr zufrieden durfte im übrigen auch Rudi Srb sein. Nachdem Robert Glaser die Road Runners-Fahnen im Halbmarathon mit einer Silbermedaille hoch hielt, klassierte sich Srb über die volle Distanz in 3:50:39 Stunden auf den 175. Gesamtrang - in seiner Altersklasse M40 bedeutet dies Rang 67.

Weiter geht es nun für sie und die Road Runners am Samstag bei den 10 Kilometer Straßenlauf-Meisterschaften in Amstetten. „In dieser Form zählt sie dort sicher auch zu den Favoriten“, prophezeit Piffl.