Erstellt am 13. April 2016, 05:34

von Claus Stumpfer

Windbacher läuft Wiener Marathon in 2:48 Stunden. "Mr. Wienerwaldkraxler" ist zwei Wochen vor seinem eigenen Event in Bombenform. Schnellster Athlet der Region!

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Der Kenianer Robert Chemosin hat am Sonntag bei niedrigen Temperaturen und starkem Wind den 33. Vienna City Marathon (VCM) in einer Zeit von 2:09:48 Stunden gewonnen. Den Streckenrekord hält seit dem Jahr 2014 der Äthiopier Getu Feleke mit 2:05:41. Chemosin führte einen Fünffachtriumph für Kenia an. Bester Österreicher wurde Valentin Pfeil, der bei seinem Marathon-Debüt nach 2:16:36 Stunden als 13. ins Ziel kam. Das Olympialimit für Rio von 2:14:00 verpasste der 27-Jährige damit deutlich.

Schnellster Bezirksläufer war Matthias Windbacher. In seiner Jugend war der Purkersdorfer ein taltenierter Badminton-Spieler des ASV Pressbaum, aber irgendwie wollte der richtige Anschluss an die damalige Bundesligatruppe um die Zirnwald-Brüder nicht ganz gelingen. Und so orientierte sich Windbacher um, konzentrierte sich immer mehr auf den Laufsport.

Windbacher und Musil ragten klar heraus

Beim Wien-Marathon lieferte er nun am Sonntag trotz extrem windigen und schwierigen Bedingungen mit 2:48 Stunden eine extrem gute Zeit ab. „Bei idealen Voraussetzungen wäre heute vielleicht sogar die 2:45-Stunden Schallmauer gefallen“, freute sich Windbacher zurecht über eine bärenstarke Vorstellung. Die gute Zeit ist auch ein deutlicher Hinweis, dass Windbacher bei seinem eigenem Event am 23. April — der 2. Auflage des Wienerwaldkraxler — wohl selbst eine Richtzeit vorgeben wird, an der sich die meisten die Zähne ausbeißen werden.

Eine tolle Vorstellung lieferte auch Leo Musil vom LC Wienerwaldsee ab. Der M-65-Läufer finishte über die Halbdistanz in 1:44 Stunden und sicherte sich damit den sechsten Klassenrang. Musil blieb auch noch eine Minute vor Irakli Avaliani. Der Pressbaumer Stürmer lief ohne gezielte Vorbereitung am spielfreien Wochenende lockere 1:45 Stunden. „Mein Glück war, dass das Nachtragsspiel erst am Dienstag den 19. April steigt“, weiß er, dass er im Falle eines Spieltermins in dieser Woche von Trainer Stefan Gogg wohl keine Starterlaubnis bekommen hätte.