Erstellt am 23. Mai 2017, 05:19

von Manuel Burger

Alles oder nichts. Zwei Schlappen, der Titelverteidiger wankt! Die Finalserie geht am Donnerstag in ein entscheidendes fünftes Spiel.

Villach (Marko Kolaric) überrollte am Freitag den UBC, Böck und Co steht ein Entscheidungsspiel ins Haus.  |  NOEN, Wolfgang Mayer

Alles war angerichtet für die Meisterfeier, doch Villach wurde am Freitag zum ungebetenen „Partycrasher“. Ein Jagsch-Dreier zum 3:3, das wars (fast schon wieder). Die Kärntner versenkten gleich ihre ersten drei Dreier und führten nach knapp vier Minuten und 13 Zählern en suite bereits mit 16:3. In Minute acht lag der UBC schon mit 17 Punkten zurück (5:22), schöpfte aber nach elf Zählern in Folge kurz Hoffnung. Doch Villach gelang im zweiten Viertel ein 10:0-Lauf und hielt fortan den Vorsprung im zweistelligen Bereich.

Auch die zweite Hälfte begann schwach für den UBC: Nur fünf Punkte in sechs Minuten. Der Stand 3:33 vor Ende des dritten Viertels: 33:55. Aber es kam noch dicker, denn Villach baute dank einer sensationellen Trefferquote (57 Prozent aus dem Feld, 50 Prozent von draußen, 94 Prozent von der Freiwurflinie) den Vorsprung auf 36 Punkte (Viertelresultate: 14:22, 14:21, 10:19, 20:32) aus!

„Das war gar nichts, null“, resümierte Headcoach Armin Göttlicher nach dem Debakel.

VILLACH - ST. PÖLTEN 91:77. Der UBC hat am Sonntag auch den zweiten Matchball auf den Titel liegengelassen.

Dabei musste St. Pölten auf den verletzten Andi Bauch verzichten, der auch in Spiel fünf fehlen wird.

Villach gewann die ersten beiden Viertel mit vier Punkten (21:17, 18:14). Nach der Pause knüpften die Kärntner wieder an die Leistung in Spiel drei an, dominierten und bauten den Vorsprung auf 20 Punkte aus (64:44)! Göttlicher: „Sie waren im dritten Viertel unfassbar stark.“ Im letzten Abschnitt gelang dem UBC fast die Aufholjagd, Jagsch vergab aber in Minute 38 bei 72:77 einen offenen Dreier, Villach zog davon.

Göttlicher: „Am Donnerstag geht es um die Wurst. Alle in die Halle und auf gehts.“