Erstellt am 04. April 2017, 04:16

von Claus Stumpfer

Erfolgreich wie nie. Baireder gewinnt erstmals die ARS-Gesamtwertung und NÖ Raiffeisen Landescup. SCU Frankenfels Zweiter in Klubwertung.

Der SCU Frankenfels ist bester Skiclub Niederösterreichs in der heurigen Rennsaison bei ARS- und Landescuprennen. Clemens Veit (Puchenstuben), Manfred Bertl, Kerstin Buchberger, Coach Franz Baireder, Tom Baireder, Dominic Haider und Thomas Wieseneder (v. l.).  |  NOEN

Die Fahrer des SCU Frankenfels befanden sich zuletzt bei ARS-- und Landescuprennen in beneidenswerter Form. So hatte es in der Vorwoche bei den Wiener Landescuprennen in Lackenhof wieder Stockerlplätze für Thomas Wieseneder, Dominic Haider und Tom Baireder gegeben. Entsprechend optimistisch reiste das Team von Sektionsleiter Leopold Wutzl daher zum großen ARS-Finale auf die Reiteralm in Schladming.

Nur ein Mann fehlte. „Manfred Bertl hatte sich bei den Lackenhof- Rennen einen Muskelfaserriss zugezogen“, bedauert Wieseneder. Dazu fehlten schon länger Jürgen Korner (Hainfeld) mit Knieverletzung, Raimund Hüttenbrenner (Waidhofen) und der Böheimkirchner SCU-Ärzteweltmeister Chris Powondra mit Wirbelverletzungen. „Aber sonst war die Creme de la Creme des österreichischen Amateurrennsports anwesend“, erzählt Wiesender.

Während es für Thomas Baireder noch um den Gesamtsieg der ARS-Wertung ging, konnten die anderen SCU-Cracks ohne Druck loslegen, denn ihre Platzierungen waren quasi fixiert.

Baireder erledigte seine Aufgabe bei den vier hochkarätigen ÖSV-Punkterennen bravourös, holte gegen die gesamte Elite aus acht Bundesländern einen Rennsieg und einen dritten Platz im RTL und damit die ARS-Gesamtwertung mit 1580 Punkten. Zudem gewann er den NÖ Raiffeisen Landescup.

Bei traumhaften Bedingungen überholten aber noch drei starke Läufer vom SC Dachstein Oberbank in der Vereinswertung die bis zum Schlusstag führenden Frankenfelser (3303 Punkte) und siegten mit 3626 Punkten.

Zu aggressiv legte es beim letzten Saisonrennen Wieseneder an. „Meine Alles-oder-Nichts-Strategie wurde nicht belohnt und ich kam im steirischen Weichschnee zu liegen“, kann der SCU-Mannschaftsführer trotzdem lachen, blickt er doch auf eine hervorragende Saison mit etlichen Podiumsplätzen auch für ihn selbst zurück.

Wutzl ließen vor allem die Leistungen seiner Nummer zwei hinter Baireder, dem Frankenfelser Toptalent Dominic Haider, jubeln. Beide strahlten nach der besten SCU-Saison in der Geschichte mit dem Mannschaftspokal für Platz zwei um die Wette.

Puchenstubens Franz Gonaus konnte nach den guten Super-G-Leistungen des Wochenendes ebenso zufrieden abschwingen. Wieseneder gab für die Bezirkscracks aber bereits bei der Heimfahrt das Motto vor: „Nach der Saison ist vor der Saison!“