Erstellt am 11. Oktober 2016, 05:50

von Claus Stumpfer

Mit der zweiten Luft. Angeführt vom „Man of the Match“ Strazdas siegten Falken erneut. Jetzt kommt‘s zum Gipfeltreffen mit Graz.

Kevin Wieninger „verräumt“ in dieser Szene zwei Spieler Trofaiachs. Ein Stürmerfoul, das aber der Auftakt zur Aufholjagd der Falken wurde.  |  NOEN, Stumpfer

ST. PÖLTEN - TROFAIACH 34:26. Fehlstarts ihres Teams sind die Falken-Fans mittlerweile gewohnt und auch gegen Trofaiach war es diesmal nicht anders. Nach sieben Minuten lagen die Thaqi-Schützlinge bereits 1:5 zurück. Aber auch Coach Ibish Thaqi lässt sich durch einen schleppenden Beginn nicht mehr aus der Ruhe bringen. Auch er weiß längst, dass die Offensive erst auf Touren kommen muss, und Tormann Filzwieser sowieso erst dann alles hält, wenn es wirklich wichtig ist.

Und so stellte sich St. Pöltens Abwehr auch diesmal bald auf die Rückraumspieler Maretic und Smantauskas, die anfangs für Trofaiach Tor um Tor erzielten, ein und in der 11. Minute gelang Peter Schildhammer erstmals der Ausgleich. Und auch Markus Wagesreiter, als zweiter Mann in St. Pöltens Aufbau, spielte diesmal solide und so hatte man sich bis zur Pause eine 14:13-Führung erarbeitet.

Gleich nach Wiederbeginn gelang den Gästen zwar nochmals der Ausgleich, doch ab der 40. Minute machten die Falken ernst. Und die Kräfte der Trofaiacher schwanden, sodass man immer mehr vom Kroaten Maretic abhing, der von den St. Pöltner aber neutralisiert wurde. Wolfi Filzwieser im Tor war in der Crunch-Time nahezu unbezwingbar. Vielleicht war dies auch ein Mitgrund, dass der zu diesem Zeitpunkt bereits entnervte Maretic dem Falken-Goalie bei einem Siebenmeter ins Gesicht schoss. Natürlich Folge war die Rote Karte und somit war auch die letzte Chance auf ein Comeback der Trofaiacher vergeben. Bis zum Schluss hatten sich die St. Pöltner dann sogar acht Tore Vorsprung herausgespielt.

„In den letzten Minuten hatte ich sogar wieder die Möglichkeit etlichen jungen Spielern Spielpraxis zu geben“, war Thaqi am Ende mit seinen Schützlingen versöhnt.

Die Falken halten somit, wie Tabellenführer HSG Graz (bessere Tordifferenz), bei 12 Punkten. Und am Sonntag kommt es nun zum Gipfeltreffen der beiden Spitzenteams, bei dem wohl eines seine weiße Weste verlieren wird. Die St. Pöltner müssen in die steirische Landeshauptstadt, sind aber zuversichtlich. „Graz war schon zu Saisonbeginn Titelfavorit, aber wir haben uns als erster Verfolger auch schon einen Namen gemacht“, ist Obmann Christian Nagl voller Vorfreude.