Erstellt am 16. Mai 2017, 04:02

von Claus Stumpfer

Daheim dominiert. Die St. Pöltnerinnen konnten ihre Kontrahentinnen relativ bald abhängen und fuhren einen letztlich klaren Sieg gegen Korneuburg ein.

Hier greift Katharina Weber zwar daneben, sonst war aber St. Pöltens Ersatztorfrau ein starker Rückhalt.  |  NOEN, Hauer

Letzte Saison hatten die Korneuburgerinnen noch die jahrzehntelange Siegesserie von Hypo NÖ beendet und sich am Ende den Vizemeistertitel geholt. Doch danach beendeten erfahrene Spielerinnen ihre Karriere, den jungen fehlt es noch an Konstanz und Erfahrung, sodass das Team vor dem Duell vier Punkte hinter St. Pölten am letzten Tabellenplatz zu finden war.

„Für uns ist es ein wichtiges Spiel, um die Rote Laterne ganz klar bei den Korneuburgerinnen zu lassen“, wusste daher auch St. Pöltens sportliche Leiterin Andrea Halm. Ihren Schützlingen war es heuer selten gelungen, sich die Punkte in Spielen auf Augenhöhe auch abzuholen. „Wir konnten heuer aber jeden schlagen, bis auf Hypo NÖ und die MGA Fivers“, erklärt Halm.

Unterstützt von einem lautstarken Publikum starteten die St. Pöltnerinnen mit zwei Toren von Ulrike Parzer in das Spiel. Korneuburg blieb dran, ging aber in der 12. Minute dann doch zum letzten Mal in Führung. „Ab dann war das Spiel unserer Hand“, freut sich Halm. Gestützt auf Torfrau Katharina Weber wurde die Führung in einem auf beiden Seiten hart geführten Spiel kontinuierlich ausgebaut. Näher als vier Tore ließen die St. Pöltnerinnen den Tabellenletzten in Halbzeit zwei nicht heran, obwohl Trainer Jan Packa wieder den gesamten Kader zum Einsatz brachte. Auch als 15 Minuten vor Spielende Aufbauspielerin Birgit Wagner nach einem Foul verletzt vom Feld musste, brach der Spielfluss der Heimischen nicht und sie gewannen klar mit plus Acht.

Ein Haar in der Suppe fand Trainer Jan Packa einzig in der Schiedsrichterleistung: „Sie haben zu hart spielen lassen. Sonst freue ich mich für meine Spielerinnen, besonders Lisa Felsberger, die ihr Team sicher zum Sieg geführt hat.“

St. Pöltens U 18 feierte ebenfalls einen klaren Sieg. Beim 29:23 konnten die gegnerinnen kein einziges Mal in Führung gehen.