Erstellt am 04. April 2017, 04:16

von Claus Stumpfer

Hollands mischen mit. Cornelia Holland belegt Rang zwei im Österreich-Cup. Ihr Bruder Michael bietet Top-Straßenfahrer mehr als nur Paroli.

Die Wilhelmsburgerin Cornelia Holland musste sich nur einer Deutschen geschlagen geben. Ihr Bruder Michael hatte hingegen Pech.  |  NOEN, privat

Am ersten April-Wochenende gingen traditionell die zwei international stark besetzten Österreich-Cup-Rennen in Ybbs und in Wels über die Bühne. Mit dabei die Wilhelmsburger Geschwister Michael und Cornelia Holland.

Beim Einzelzeitfahren über 12 Kilometer galt es am Samstag keine Sekunde nachzulassen. Die in der U 17 startende Cornelia durfte sich nach den Strapazen über den dritten Gesamtrang als bestplatzierte Österreicherin freuen.

Und auch am Sonntag mischte sie beim Kriterium vorn mit, hielt lange auch den Attacken der Jungs gut stand. Erst bei etwa der Hälfte des Rennens teilte sich das Feld in mehrere Gruppen. Cornelia blieb auch da mit nur zwei anderen Fahrerinnen in der ersten Verfolgergruppe. Im Zielsprint musste sie sich dann nur einer deutschen Athletin geschlagen geben.

„Mit meinen zwei Podestplätzen bin ich echt zufrieden, vor allem weil ich zweimal die beste Österreicherin war, das baut auf“, blickt die junge Wilhelmsburgerin voller Tatendrang auf die kommenden Rennen.

Bruder Michael startete am Sonntag im Juniorenrennen über 105 Kilometer mit rund 1200 Höhenmetern. „Schon in der ersten Runde gab es unzählige Attacken und fast zehn Burschen schafften es dann doch noch, dem Hauptfeld zu entfliehen“, schildert Holland, der im Peloton blieb.

Auch da ging es für ihn spannend weiter. Über die Berge spaltete sich das Feld in etliche Gruppen. „Wir setzten zwar alles daran, die Vorderen wieder einzuholen, aber bis zum letzten Berg tat sich da nicht allzu viel“, erzählt er.

Auf den letzten 200 Höhenmetern hieß es dann „All-Out“. Mit vier Burschen schaffte es Holland, sich von den restlichen 70 Konkurrenten abzusetzen. Aber genau vor der Abfahrt hatte der Wilhelmsburger ein technisches Problem und musste anhalten. Somit fiel er 20 Positionen zurück, die vier anderen weg. So kam es zum Massensprint im Feld, bei dem Holland den 18. Gesamtrang holte. „Aber als einziger Mountainbiker im Feld konnte ich sogar einige der österreichischen Top-Straßenfahrer mit einem 39-Km/h-Schnitt hinter mir lassen“, zeigt er sich zufrieden.

Nächste Woche geht es für Holland im deutschen Bad Säckingen mit seinem ersten Junior- Weltcup-Rennen weiter.