Erstellt am 11. April 2017, 04:45

von Manuel Burger

Im sechsten Gang. Meister St. Pölten setzt in der ersten Runde gegen Kos gleich ein Ausrufezeichen und siegt deutlich.

Martin Speiser (r.) und die St. Pöltner schalten im Play-off den Turbo ein. Kos war im ersten Spiel der Best-of-3-Serie chancenlos.  |  NOEN, Mayer

Es ist Play-off-Zeit in der 2. Basketball-Bundesliga! Im ersten Spiel des Viertelfinales hieß es „not in my house“ und Meister St. Pölten wurde vor heimischer Kulisse seiner Favoritenrolle gerecht, wies dabei seinen „Angstgegner“ Kos deutlich in die Schranken.

Hannes Obermann sorgte nach wenigen Augenblicken aus der Distanz für die ersten Punkte. Im ersten Viertel entwickelte sich ein hektisches Aufeinandertreffen, St. Pölten führte in Minute acht mit sieben Zählern (15:8), traf dann aber nicht mehr und musste sich mit einem Drei-Punkte-Polster nach zehn Minuten zufrieden geben. Bitter: Florian Pöcksteiner kassierte schnell drei Fouls und musste auf die Bank.

Ähnlich zerfahren verlief auch der zweite Abschnitt. In Minute 14 gingen die Kärntner sogar das erste und einzige Mal in der Partie in Führung (21:19), dieses Mal war der UBC aber in der Schlussphase wacher und ging mit einem 34:28 in die Kabine.  „Wir haben in der ersten Hälfte hervorragend verteidigt, waren aber nur mit sechs Punkten vorn“, schildert Headcoach Armin Göttlicher.

Dies sollte sich rasch ändern. Schnell hatten die Heimischen einen zweistelligen Vorsprung in der Tasche und zauberten über weite Strecken des dritten Viertels einen fabelhaften Basketball aufs Parkett. In 3,5 Minuten gelang ein 15:0-Lauf und die Entscheidung im Spiel — 55:34!

Angeführt wurde die Mannschaft von Kapitän Martin Speiser, der sich nach seiner Verletzung nun in der wichtigsten Saisonphase seinem grandiosen Leistungslevel aus vergangenen Tagen annähert. Mit einem 28:14 im dritten Abschnitt gab der Meister ein deutliches Statement ab.

Im vierten Viertel begannen sich die Teams für Runde zwei zu schonen, zwischenzeitlich lag der UBC aber sogar mit 29 Punkten vorn (71:42).

Am Samstag möchte St. Pölten auswärts den Einzug ins Halbfinale fixieren. „Noch ist nichts gewonnen“, warnt Göttlicher. Er möchte ein Entscheidungsspiel am Ostermontag in St. Pölten vermeiden.