Erstellt am 21. März 2017, 05:42

von Claus Stumpfer

Kein Erfolgserlebnis bei Austrian Open. Leistung der NÖ Mannschaften blieben bei den Austrian Open in Linz doch etwas hinter den Erwartungen.

Niederösterreichs Turnerinnen beim Austria Team Cup. Purucki, Schmoll, Kickinger, Kotrnetz, Grasl, Hamersak, Wöckl, Wolf und Ochirsukh (v. l.).  |  NOEN

Mehr als hundert Aktive aus neun Ländern prägten die 8. Austrian Team Open in Linz. Die österreichischen Mannschafts-Staatsmeistertitel sicherten sich die infrastrukturverwöhnten Tirolerinnen und die Vorarlberger. „Die erhalten in Wolfurt die nächste Kunstturnhalle“, nimmt die Turn-Sektionsleiterin der Union St. Pölten, Tina Weinberger, „mit einigem Neid“ zur Kenntnis.

Auf NÖ Seite ermöglichte es die intensivierte Arbeit im Nachwuchsbereich, erstmals nach Jahren wieder zwei Damen-Teams ins Rennen zu schicken, darunter fünf Mädchen aus dem Leistungsmodell St. Pölten. Bei den Burschen muss noch Aufbauarbeit geleistet werden, Weinberger setzt aber auf den Herzogenburger Miedler und ihren Sohn Martin Wolf.

Auch wenn die Erwartungen aufgrund der zahlreichen Verletzungen zu Saisonbeginn nicht hoch gesteckt waren (Hamersak nach Wirbelsäulenverletzung, Kotrnetz mit Knieverletzung, Knöchel- und dann Schulterpause, Kickinger mit Handverletzung, Schmoll mit Schulterproblemen), blieben die Mädchen noch darunter.

Die Aufregungen um die Bausperre für das Trainingszentrum St. Pölten (die NÖN berichtete), ließen die Nerven blank liegen. Die Zukunftsängste gingen an den Athletinnen nicht spurlos vorüber. „Eine derartige Störung in der Wettkampfvorbereitung rächt sich“, sieht Ausbildungsleiterin Agnes Hodi die Ergebnisse realistisch. So hatte die Böheimkirchnerin Jacqueline Kickinger Konzentrationsfehler (drei Stürze, ein nicht gefangener Jäger am Stufenbarren). Die Melkerin Schmoll stieg beim Saltoaufgang auf den Balken ab.

Letztlich musste sich das NÖ Elite-Team mit Rang vier in der Teamwertung zufriedengeben. Als zweites Team durften sich auch die zukünftigen Juniorinnen, darunter aus dem LZ St. Pölten Marie Wolf (12) und Hannah Grasl (14), mit den Kalibern aus den westlichen Bundesländern messen – Rang sechs.

„Alle Beteiligten wünschen sich eigentlich nur, dass irgendwann wieder Ruhe in den Trainingsbetrieb einkehrt und wir uns auf den Sport und die gerade begonnene Saison konzentrieren können“, resümiert Weinberger.

In 14 Tagen steigt ein internationaler Nachwuchswettkampf in Innsbruck, in drei Wochen geht‘s beim Matolay Memorial in Budapest weiter.